Archive for Oktober 2014

Verlosung: Lebenslänglich hinter Gittern

Freitag, 24. Oktober 2014

In 38 deutschen Zoos werden Große Menschenaffen zur Schau gestellt. Dort, so wird behauptet, könnten wir Menschen unsere nächsten Verwandten – Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang Utans – beobachten und verstehen lernen. Doch die Realität sieht anders aus.
Colin Goldner hat während seiner mehrmonatigen Recherchen in den einzelnen Zoos teils katastrophale Haltungsbedingungen angetroffen, wie er mit einer Vielzahl an Fotos belegt. Selbst in Zoos, die sich ernsthaft um Verbesserungen bemühen, leiden die Tiere unter dem extremen Mangel an Platz, an Rückzugsmöglichkeiten, an Beschäftigungsanreizen; viele zeigen Symptome massiver psychischer Störungen.
In Zoos gehaltene Tiere geben ein völlig verzerrtes Bild ihrer Art ab. Im übrigen ist der von Zoos geleistete Beitrag zu Volksbildung und Wissenschaft weit geringer, als stets behauptet wird; ebenso ihre vielzitierte „Arche-Noah“-Funktion.

Goldners Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die Einrichtung „Zoo“. Seine Kritik, festgemacht an der Haltung Großer Menschenaffen, richtet sich gegen Gefangenhaltung und Zurschaustellung von Tieren an sich. Zudem tritt er dafür ein, Menschenaffen bestimmte Grundrechte zuzuerkennen, die bislang dem Menschen vorbehalten sind: das Recht auf Leben, auf individuelle Freiheit und körperliche wie psychische Unversehrtheit. Es könnte dies ein „Türöffner“ sein hin zu einem radikalen Wandel des gesellschaftlichen Konsenses über das Verhältnis Mensch-Tier.

Colin Goldners Sachbuch „Lebenslänglich hinter Gittern“ ist von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ als Wissensbuch des Jahres 2014 in der Kategorie Zündstoff nominiert. animal public verlost zwei Ausgaben des Buches, mit einer Widmung des Autors.

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Tierschutzverein animal public begrüßt geplantes NRW Gefahrtiergesetz

Dienstag, 21. Oktober 2014

GiftschlangeDüsseldorf, den 21.10.2014 – Heute hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel im Rahmen einer Kabinett-Pressekonferenz den Entwurf eines Gefahrtiergesetzes vorgestellt. Durch das Gesetz soll der Schutz vor giftigen und gefährlichen Tieren gestärkt und der Tierschutz verbessert werden. Der Tierschutzverein animal public e.V. begrüßt das geplante Gesetz.
Seit Jahren nimmt die Haltung von exotischen Wildtieren in Privathand zu, darunter auch viele gefährliche Tiere. Schätzungen zufolge werden in Deutschland derzeit etwa 100.000 Gift- und 200.000 Riesenschlangen gehalten. Hinzu kommen unzählige giftige Skorpione, Spinnen und Frösche. In acht Bundesländern, darunter Hessen, Thüringen, Bayern und Berlin, gibt es bereits Regelungen zur privaten Haltung gefährlicher Wildtiere, in anderen hingegen kann bislang jeder Bürger ohne Einschränkung eine hochgiftige Schlange halten, so auch in NRW.
Der Tierschutzverein animal public kritisiert dies schon seit Jahren. Zuletzt deckte animal public Sprecherin Laura Zodrow gemeinsam mit der WDR Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ auf, wie leicht gefährliche Wildtiere von jedermann für wenige Euro über das Internet bestellt werden können.
Erst im Juli diesen Jahres wurde ein Privathalter in Kerken (NRW) von einer Puffotter gebissen und schwebte über Tage in Lebensgefahr. Allein in NRW der dritte Vorfall dieser Art innerhalb nur eines Jahres.
Heute hat nun NRW-Umweltminister Johannes Remmel im Rahmen einer Kabinett-Pressekonferenz den Entwurf eines Gefahrtiergesetzes vorgestellt. Durch das Gesetz soll der Schutz vor giftigen und gefährlichen Tieren gestärkt und der Tierschutz verbessert werden. Es ist geplant die Haltung einiger Tierarten in Privathand gänzlich zu verbieten, die Haltung anderer Arten von einem Sachkundenachweis abhängig zu machen.
Der Tier- und Artenschutzverein animal public e.V. begrüßt das geplante Gesetz. Laura Zodrow, Sprecherin von animal public, erklärt: „Die Haltung von gefährlichen Wildtieren in Privathaushalten stellt nicht nur eine enorme Gefahr für den Halter und unbeteiligte Dritte dar, die Haltung von Wildtieren in Privathand ist zudem niemals wirklich artgerecht. Daher begrüßen wir es, dass NRW hier endlich aktiv wird.“
animal public fordert auch von der Bundesregierung das Problem der privaten Wildtierhaltung nicht länger zu ignorieren. „Deutschland ist zu einem Umschlagplatz für bedrohte Wildtiere aus aller Welt geworden. Hunderttausende Tiere werden jedes Jahr für die Privathaltung importiert, viele überleben noch nicht einmal ein Jahr. Wir brauchen daher dringend ein Importverbot für wildgefangene Tiere und ein Verbot von Wildtierbörsen“, so Zodrow abschließend.

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Unterschriften gegen Delfinhaltung überreicht

Sonntag, 19. Oktober 2014

(19.10.2014) Passend zur Urlaubszeit haben animal public und das Kosmetikunternehmen Lush im Juli diesen Jahres die „BORN TO BE FREE“ Kampagne für eine Welt ohne Delfinarien gestartet.
In 33 deutschen Städten fanden zeitgleich Mahnwachen statt, um auf das Leiden von Delfinen in Gefangenschaft aufmerksam zu machen. Vier Wochen lang wurden Unterschriften für die Schließung der letzten beiden deutschen Delfinarien im Tiergarten in Nürnberg (Bayern) und im Zoo Duisburg (NRW) gesammelt.141013ab_LUSH_AnimalPublic_00009
Die Resonanz auf die Aktion war so positiv, dass die Protestpostkarten innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren und mehrmals nachgedruckt werden mussten. Zusammen kam die unglaubliche Zahl von 18.555 Unterschriften.

In der letzten Woche haben wir die erste Hälfte der Unterschriften Peter Knitsch, dem Staatssekretär des Umweltministeriums in NRW überreicht. Aufgrund des großen öffentlichen Drucks hat sich der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (GRÜNE) mittlerweile an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gewandt und ihn aufgefordert, sich für ein Auslaufen der Delfinhaltung einzusetzen.141013ab_LUSH_AnimalPublic_00105 Auch Staatssekretär Knitsch betonte bei der Unterschriftenübergabe, er halte es aus Tierschutzgründen für sinnvoll auf die weitere Zucht von Delfinen zu verzichten.

Am 29. Oktober wird sich der Umweltausschuss des Landtags in NRW erneut mit einem Antrag der Piratenfraktion zur Schließung des Delfinariums in Duisburg beschäftigen.

animal public und Lush werden die zweite Hälfte der gesammelten Unterschriften im November einer Vertreterin des bayerischen Umweltministeriums überreichen und auch dort nochmal mit Nachdruck die Schließung des Delfinariums im Tiergarten Nürnberg fordern. In Bayern gibt es bislang leider keine parlamentarische Initiative zu diesem Thema.

Bitte unterstützen Sie das Engagement von animal public für eine Welt ohne Delfinarien als Projektpate. Jeder Beitrag und sei er auch noch so klein, hilft uns unsere Kampagnenarbeit für die Rechte von Tieren zu intensivieren.

Noch heute Delfin-Projektpate werden

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Massive Tierschutzverstöße im Zirkus

Mittwoch, 15. Oktober 2014

zirkus-newsletter15.10.2014 – Im September stellte die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine kleine Anfrage zum Thema Wildtierhaltung im Zirkus. Die Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums offenbart massive Missstände in der Zirkustierhaltung. Bei jeder zweiten Kontrolle stellen Amtsveterinäre Verstöße gegen die Haltungsanforderungen fest. Aus Sicht von animal public macht dies einmal mehr deutlich, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus endlich verboten werden muss.

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Demonstration für mehr Tierschutz im Jagdgesetz

Sonntag, 05. Oktober 2014
Demonstration in Köln

Demonstration in Köln

Das Umweltministerium in NRW hat nach mehrjähriger Anhörung von Jagd-, Naturschutz- und Tierschutzvereinen nun den ersten Entwurf eines neuen Jagdgesetzes veröffentlicht. In den äußerst schwierigen Verhandlungen konnten die Tierschutzverbände einige Verbesserungen durchsetzen.

So ist geplant:

  • den Abschuss von Hauskatzen zu verbieten
  • die Baujagd auf Füchse und Dachse abzuschaffen
  • zahlreiche Tierarten von der Liste jagdbarer Tierarten zu streichen
  • die Fallenjagd mit Totschlagfallen zu verbieten
  • die Aushorstung von Habichtnestern zu verbieten
  • einen jährlichen Schießnachweis für die Teilnahme an Bewegungsjagden einzuführen

Viel Tierleid könnte so verhindert werden. Zudem würde dies etwa 20.000 Tieren jährlich das Leben retten.

Aus Sicht von animal public gehen die geplanten Änderungen jedoch nicht weit genug. Wir wollen, dass NRW noch weitere grausame Jagdpraktiken verbietet. Dies werden wir im Rahmen der offiziellen Verbändeanhörung deutlich machen. Unser langfristiges Ziel ist klar: Die Jagd auf wehrlose Tiere muss komplett verboten werden.

Von Seiten der Jäger gibt es erheblichen Widerstand gegen das neue Gesetz. Sie wollen an ihren grausamen Jagdmethoden und dem Abschuss von ca. 10.000 Hauskatzen jährlich festhalten. Da das Jagdgesetz noch im Landtag beschlossen werden muss, versuchen die Jäger Druck auf die Abgeordneten auszuüben, damit die Verbesserungen im Sinne des Tierschutzes gestrichen werden. Geplant hat der Landesjagdverband dafür fünf große Lobbyveranstaltungen, sogenannte Regionalkonferenzen.

In der nächsten Woche werden wir gemeinsam mit anderen Tier- und Naturschutzverbänden vor den Regionalkonferenzen der Jägerschaft in Köln und Münster demonstrieren. Bitte unterstützt uns dabei!

Demonstrationstermine:

7. Oktober 2014, Köln – 18 Uhr vor dem Eingang Gürzenich, Martinstraße 29 – 37, 50667 Köln

9. Oktober 2014, Münster – 18.30 Uhr vor dem Eingang MCC Halle Münsterland,
Albersloher Weg 32, 48155 Münster

Bitte unterschreiben Sie auch unsere Resolution zum Jagdgesetz in NRW!

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BORN TO BE FREE – Delfinarien schließen

Donnerstag, 02. Oktober 2014

Delfine zählen nicht nur zu den intelligentesten, sondern wohl auch zu den faszinierendsten Tieren der Welt. Daher ist der Wunsch, sie einmal aus der Nähe zu sehen, sie vielleicht sogar anzufassen oder mit ihnen zu schwimmen, nur allzu verständlich. Delfinarien lassen diesen Wunsch Wirklichkeit werden. Doch der Preis, den die Delfine dafür zahlen ist hoch – zu hoch!

Delfinarium Nürnberg

Delfinarium Nürnberg

Vom Ozean ins Betonbecken
Obwohl sie Säugetiere, wie wir Menschen sind, haben sich Delfine perfekt an ein Leben im Wasser angepasst. Sie können mehrere hundert Meter tief tauchen und orientieren sich unter Wasser mittels Ultraschalllauten, die von Beutetieren oder Hindernissen als Echo zurückgeworfen werden. In Delfinarien wird den hochentwickelten Meeressäugern ihr akustisches Auge zum Verhängnis. Die ausgesandten Töne stoßen sofort an Grenzen, ihr Echolot verkümmert.

Delfinarium Duisburg

Mit Psychopharmaka ruhig gestellt
In freier Natur leben Delfine in einem komplexen Sozialsystem, haben eine eigene Sprache und erkennen sich gegenseitig an einem individuellen Laut, vergleichbar mit einem Namen. In Delfinarien werden die Tiere wahllos mit Artgenossen aus anderen Teilen der Welt zusammengepfercht. Ihr hochentwickeltes Sozialleben reduziert sich dadurch auf eine primitive Hackordnung, die die Betreiber mittels Gabe von Hormonen und Psychopharmaka versuchen zu kontrollieren.

Filterpumpen statt Meeresrauschen
Es gibt wohl kaum etwas widernatürlicheres als einen Delfin in Gefangenschaft. Ein Tier, dessen natürlicher Lebensraum die unendliche Weite des Meeres ist, eingesperrt in einem nur wenige Quadratmeter kleinen Becken. Permanent dem Lärm von Filterpumpen ausgesetzt, gezwungen, die immer gleichen Kunststücke aufzuführen oder sich von dutzenden Menschen anfassen zu lassen. Viele der Tiere sind chronisch krank und werden mit Antibiotika und Fungiziden am Leben erhalten.

Delfinjagd in Taiji – © „Die Bucht“

Treibjagden für die Delfinarien
Bis heute werden Delfine aus der freien Natur gefangen, um sie in Delfinarien zur Schau zu stellen. Traurige Berühmtheit hat in diesem Zusammenhang das japanische Dorf „Taiji“ erlangt. Jedes Jahr werden dort tausende Delfine in eine Bucht getrieben und mit Messern und Speeren getötet.[1] Regelrecht finanziert werden diese Treibjagden von der Delfinarienindustrie. Denn vor Ort sondern Delfintrainer die attraktivsten Tiere aus, die dann lebend gefangen und an Zoos und Vergnügungsparks in aller Welt verkauft werden, für bis zu 150.000 US Dollar pro Tier. [2]

Es geht auch anders
In England, Österreich und der Schweiz gehört die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft bereits der Vergangenheit an. In Deutschland wurden in den letzten Jahren die meisten Delfinarien geschlossen. Derzeit gibt es noch zwei, in Nürnberg[3] und in Duisburg[4]. animal public setzt sich für eine Änderung des Tierschutzrechts ein, damit die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft hierzulande und in der EU endlich verboten wird.

Eine Auswilderung der derzeit in Delfinarien gehaltenen Tiere ist in vielen Fällen zwar nicht möglich, jedoch kann man die Meeressäuger in abgetrennte Meeresbuchten zu bringen, um ihnen ein artgemäßes Leben zu ermöglichen.

Bitte helfen Sie uns, das Leiden der Delfine zu beenden. Besuchen Sie keine Delfinarien, nicht in Deutschland und auch nicht im Urlaub!

Werden Sie Projektpate und unterstützen Sie das Engagement von animal public für eine Welt ohne Delfinarien.

Mehr Informationen zum Thema Delfinarien:

Orca Morgan im Loro Parque

Orca Morgan im Loro Parque

Freiheit für Orca Morgan

Delfinarienhaltung beschäftigt Landtag NRW

Für ein Europa ohne Delfinarien

EU-Delfinarienreport

Dokumentarfilm „BLACKFISH“

 

Informationsmaterial bestellenflyer-delfin

 

 

 

 

Quellen:

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/taiji-bucht-japanische-fischer-toeten-dutzende-delfine-a-944672.html
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bucht
[3] Liste der Todesfälle in Nürnberg: http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-nuernberg/bestand
[4] Liste der Todesfälle in Duisburg: http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarium-duisburg/bestand

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Lush und animal public übergeben Unterschriften gegen Delfinarien an das NRW Umweltministerium

Mittwoch, 01. Oktober 2014

141013ab_LUSH_AnimalPublic_11665Düsseldorf, 13. Oktober 2014 –  Lush und animal public e.V. klärten vom 07. Juli bis zum 09. August über das Leiden gefangener Delfine auf und sammelten deutschlandweit 18.555 Unterschriften für ein Verbot der letzten beiden Delfinarien in Nürnberg und Duisburg. 10.229* Stimmen der Petition wurden am 13. Oktober 2014 von Laura Zodrow, Vorsitzende animal public e.V. an Peter Knitsch, Staatssekretar des Umweltministeriums in NRW, übergeben.

141013ab_LUSH_AnimalPublic_00009Rückblickend ist der Streit um das Duisburger Delfinarium für die Landesregierung aktueller denn je. Seit Beginn des Jahres wurde eine Abschaffung des letzten Delfinariums in NRW öffentlich diskutiert. Die Piratenpartei stellte einen Antrag zum Delfinarienverbot im Landtag, über den im Herbst endgültig entschieden werden soll. Ein offener Brief des Umweltministers, Johannes Remmel (GRÜNE), an den Bundeslandwirtschaftsminister, Christian Schmidt (CSU), mit der Forderung die Delfinhaltung auslaufen zu lassen, heizte die Diskussionen im August ebenfalls an.

Peter Knitsch Staatssekretär im NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz nahm den öffentlichen Protest im Lush Shop in Düsseldorf entgegen und freute sich über die hohe Anteilnahme: „Es ist wichtig ein Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und über Missstände aufzuklären. Letztlich hat das Meinungsbild in der Bevölkerung auch Einfluss auf die Politik.‘‘
Trotz der anhaltenden Proteste und der klaren Positionierung des Umweltministeriums, sieht Knitsch eine Schließung der letzten beiden Delfinarien noch entfernt. Knitsch merkte an: „Die Auswilderung gefangener Delfine ist nicht möglich, aber es wäre aus
Tierschutzgründen sinnvoll auf die weitere Zucht der Tiere zu verzichten.‘‘

Neben der Dressur der Tiere und den allgemeinen Haltungsbedingungen, macht gerade die Nachzucht den Delfinarien zu schaffen. Eine hohe Sterblichkeitsrate bringt die Delfinhaltung immer wieder in die Kritik und mittlerweile auch in die Schlagzeilen, wie aktuell beim Nürnberger Tiergarten. Umso mehr begrüßt Laura Zodrow, von animal public e.V., die Haltung von Knitsch: ‘‘Wir freuen uns über die positive Resonanz der Landesregierung NRW und hoffen, dass diese sich auch weiter aktiv für ein Auslaufen der Delfinhaltung einsetzt. Es wäre zu begrüßen, wenn die bayerische Landesregierung diesem Beispiel folgen würde. ‘‘

Als Stellvertreterin der Firma Lush war Julia Roer, Mitarbeiterin der Münsteraner Filiale, zugegen. Allein in Münster wurden mit 1.276 Unterschriften die meisten Stimmen in NRW gesammelt. Roer ist begeistert von der hohen Anteilnahme: „Erst 2013 wurde das Delfinarium im Allwetterzoo geschlossen wurde und noch immer herrscht ein hohes öffentliches Interesse. Es gab viele Menschen, die nach der Unterzeichnung mit Freunden vorbeischauten und den Protest ebenfalls unterstützen.‘‘

18.555 Protestkarten wurden in den Lush-Filialen folgender Städte unterschrieben: Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kiel, Koblenz, Köln, Leipzig, München, Münster, Nürnberg, Oldenburg, Paderborn, Saarbrücken, Stuttgart, Ulm, Wiesbaden, Wuppertal, Würzburg

*Da es sich um eine Aktion gegen die Delfinarien in Bayern und NRW handelt, wurden die Stimmen regional aufgeteilt. Peter Knitsch nahm10.229 Stimmen als Protest gegen das Duisburger Delfinarium entgegen. Die restlichen 8.326 Stimmen gegen das Delfinarium in Nürnberg werden im 19. November an das Umweltministerium in Bayern übergeben.

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