Archive for Dezember 2013

Happy End: Pavian Willy befreit

Sonntag, 15. Dezember 2013

Im März diesen Jahres wurden wir durch eine ebay-Kleinanzeige auf den Mantelpavian Willy aufmerksam. Sein Besitzer wollte ihn verkaufen oder gegen einen sprechenden Papageien eintauschen, so der Anzeigentext.
Bei einer Vor-Ort-Kontrolle der Tierhaltung, stieß unsere Vorsitzende Laura Zimprich auf schockierende Zustände. Obwohl Paviane sehr soziale Tiere sind, wurde Willy alleine gehalten. Apathisch saß er in einem provisorisch zusammen geschusterten Gehege, angebaut an einen Schweinestall. Um das Gehege herum Schrott, Unrat und Überreste von Tierkadavern.
Da der Besitzer nicht bereit war das Tier freiwillig an einen Tierschutzverein abzugeben und es nicht zu verantworten gewesen wäre dem Halter Geld für den Ankauf eines anderen Tieres zu geben, haben wir umgehend die zuständigen Behörden eingeschaltet. Neben dem Veterinäramt wurden das Ordnungsamt und das zuständige Ministerium informiert. Über neun Monate haben wir immer wieder mit dem Veterinäramt verhandelt, Schriftstücke und Gutachten eingereicht und uns um einen Platz für Willy in einer Auffangstation gekümmert.
Im Dezember war es endlich soweit. Willy wurde vom Veterinäramt beschlagnahmt und einer Auffangstation übereignet. Dort wird er nun wieder an ein artgemäßes Leben unter Artgenossen gewöhnt.

Solche Tierrettungen sind mit viel Arbeit und erheblichen Kosten verbunden. Bitte unterstützen Sie die Arbeit von animal public mit einer Spende, damit wir auch weiterhin Tieren wie Willy zu einem neuen Leben verhelfen können.

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Koalition will Schutz von Wildtieren verbessern

Montag, 02. Dezember 2013

Verkaufsbedingungen auf einer deutschen Tierbörse

Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD plant den Schutz von Wildtieren zu verbessern. Insbesondere sollen Privathaltung und Handel von exotischen Wildtieren reglementiert werden. In dem Entwurf des Koalitionsvertrages heißt es: „Wir verbessern den Wildtierschutz und gehen gegen Wilderei sowie den illegalen Wildtierhandel und deren Produkte vor; Handel mit und private Haltung von exotischen und Wildtieren wird bundeseinheitlich geregelt. Importe von Wildfängen in die EU sollen grundsätzlich verboten und gewerbliche Tierbörsen für exotische Tiere untersagt werden.“
animal public begrüßt die geplanten Maßnahmen ausdrücklich.

Deutschland ist einer der größten Importeure lebender Wildtiere für die Privathaltung. Ein Großteil dieser importierten Wildtiere wird noch immer aus der Natur gefangen. Sogar bedrohte Arten, die in ihrem Heimatland unter Schutz stehen, können vollkommen legal nach Deutschland importiert werden, solange sie nicht dem internationalen Artenschutz unterliegen. Brutale Fangmethoden, Zwischenhälterung unter katastrophalen hygienischen Bedingungen und mangelhafte Versorgung haben hohe Mortalitätsraten zur Folge. Eine Verlustrate von 50% noch vor dem Export ist keine Seltenheit. Beim Halter geht das Sterben weiter. Experten schätzen, dass bis zu 90% der importierten Wildfänge innerhalb des ersten Jahres in Gefangenschaft sterben. Verkauft werden viele der Tiere auf so genannten Wildtierbörsen. In kleine Plastikdosen gepresst, werden sie wie Wühltischware verscherbelt. Vielfach sind die Behältnisse so klein, dass die Tiere nur eingerollt hineinpassen. Sich ausstrecken oder umdrehen ist unmöglich.

Seit Jahren setzt sich animal public gerade für diese Tiere ein, deren Schicksal nur wenig Beachtung in der Öffentlichkeit findet. Gemeinsam mit „LUSH“ haben wir im Jahr 2011 die Internetseite www.stoppt-den-wildtierhandel.de ins Leben gerufen, um ein Informationsportal für Journalisten, Politiker und andere Interessierte zu schaffen.

Seminar zum Wildtierschutz im EU Parlament

Immer wieder haben wir mit Abgeordneten in den Landtagen, im Bundestag und im EU-Parlament über die Probleme, die mit der privaten Wildtierhaltung verbunden sind, gesprochen. In diesem Jahr fand das Thema endlich die notwendige politische Beachtung. Sowohl Bündnis 90/Die Grünen als auch die SPD nahmen den Wildtierschutz in ihr Wahlprogramm auf, was dazu geführt hat, dass dieses Thema nun auch im Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD zu finden ist.
Wir freuen uns über diesen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung und werden uns aktiv dafür einsetzen, dass dieser Absichtserklärung auch Taten folgen.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit von animal public mit einer Spende, damit wir auch weiter politisch arbeiten und den Tieren eine Stimme geben können. Nur eine Verbesserung der Rechtslage kann Tierleid langfristig verhindern.

 

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