Archive for November 2013

Ehemalige SeaWorld Trainerin fordert Freiheit für Morgan

Montag, 25. November 2013

Samantha Berg, ehemalige Orca Trainerin in SeaWorld

Die ehemalige SeaWorld Trainerin Samantha Berg, die derzeit in der Dokumentation „Blackfish“ in den deutschen Kinos zu sehen ist, kritisiert die Haltung von Morgan im Loro Parque scharf. Sie fordert Morgan die Chance auf ein Leben mit ihrer Familie zu geben. Folgendes Statement übersandte sie animal public:

„Morgan ist ein wilder Wal, deren Familie in Norwegen lebt. Sie wurde in den Niederlanden im Wattenmeer mit einer Genehmigung für Rehabilitierung und Wiederauswilderung gefangen und vorübergehend im Delfinarium Harderwijk untergebracht. Morgans Transport in den Loro Parque verstößt gegen die Bedingungen dieser Genehmigung, da sie nun Teil der Unterhaltungsindustrie ist, zusammen mit in Gefangenschaft geborenen Orcas, die SeaWorld gehören, ihre Sprache nicht verstehen und sie ständig mobben.

Morgan wurde im Loro Parque mit einem geschlechtsreifen männlichen Orca zusammengebracht, mit dem Ziel, dass sie schwanger wird und so der Genpool der Inzuchtpopulation gefangener Orcas erweitert wird. In Freiheit werden weiblich Orcas nicht unter einem Alter von 12 Jahren schwanger, aber SeaWorld züchtet regelmäßig mit Weibchen, die erst acht Jahre oder jünger sind. Das Delfinarium im Loro Parque steht in extrem enger Verbindung mit SeaWorld. Der Transfer wurde zur Befriedigung wirtschaftlicher Interessen und nicht im Interesse von Morgans Gesundheit oder Wohlergehen durchgeführt. Morgan kaut aus Langeweile und Frustration an den Wänden des Beckens und hat sich so schon jetzt massive Schäden an den Zähnen zugefügt. Morgan verdient die Chance in eine Auffangstation im Meer gebracht zu werden, wo man sie rehabilitieren und eventuell freilassen kann, damit sie mit ihrer Familie leben kann.“

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Tierschutzverein animal public e.V. kritisiert Giraffen-Tötung in Dänemark als unnötig

Sonntag, 10. November 2013

Protestaktion gegen verantwortlichen EEP Koordinator in Deutschland gestartet

Düsseldorf, Gelsenkirchen 10.02.2014 – Am Wochenende wurde im Zoo von Kopenhagen (Dänemark) der gesunde Giraffenbulle „Marius“ getötet, vor den Augen der meist jungen Besucher zerlegt und den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Als Grund gab der Zoo an, dass Tier könne nicht in einen anderen EAZA Zoo abgegeben werden, weil dann die Gefahr von Inzucht bestände. Der deutsche Tier- und Artenschutzverein animal public e.V. kritisiert die Tötung des Tieres massiv. „Das war kein Beitrag zum Artenschutz, sondern einfach nur unmoralisch“, so Laura Zimprich.

Die Bilder des toten Giraffenbullen „Marius“, der vor den Augen der Besucher im Zoo Kopenhagen zerteilt und den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde, sorgten weltweit für Empörung. Bis zuletzt hatten Tierfreunde versucht die Tötung des gesunden Jungtiers zu verhindern, ein Zoo aus Schweden hatte angeboten „Marius“ aufzunehmen.

Der dänische Zoo begründete die Tötung des gesunden Tieres damit, dass es nicht in das Zuchtprogramm der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA) passen würde. Nach Angaben des Zoos sei keiner der 300 EAZA Zoos bereit gewesen, das Tier aufzunehmen, da sie alle Giraffen mit ähnlichem Genmaterial hätten und damit Inzuchtgefahr bestände.

Laura Zimprich, Sprecherin des Tierschutzvereins animal public e.V., kritisiert die Tötung scharf: „Die EAZA ist ein freiwilliger Zusammenschluss von gerade mal 8% der europäischen Zoos. Dass diese Vereinigung aufgrund selbst festgelegter Zuchtkriterien ein Tier lieber tötet, als es in einer zoologischen Einrichtung unterzubringen, die kein Mitglied ist, ist skandalös. Die Tötung von Marius war kein Beitrag zum Artenschutz, sondern einfach nur unmoralisch.“

Neben der Abgabe an einen nicht EAZA Zoo hätte es aus Sicht von animal public auch andere Möglichkeiten gegeben Marius unterzubringen, z.B. in einer reinen Bullenhaltung, wie sie in zwei Zoos, in Holland und Frankreich, praktiziert wird.

Der Tierschutzverein animal public hat in Deutschland eine Protestaktion gegen die Tötung weiterer ungewünschter Giraffen gestartet. Sie richtet sich an den Zoo in Gelsenkirchen, der die Zucht der Giraffen innerhalb der EAZA koordiniert und damit mitentscheidet, was mit den einzelnen Tieren passiert. Innerhalb von nur zwei Stunden nahmen hunderte Tierfreunde an der Protestaktion teil und sandten eine Mail an den Zoo in Gelsenkirchen, in der sie den EEP Koordinator aufforderten die Tötung weiterer gesunder Giraffen zu verhindern.“

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Helfen Sie Orca Morgan zurück in die Freiheit

Donnerstag, 07. November 2013

Morgans Geschichte

Im Juni 2010 wurde vor der niederländischen Küste ein einzelnes entkräftetes Orca-Weibchen entdeckt. Das etwa drei Jahre alte Tier wurde gefangen und in das Delfinarium Harderwijk gebracht, um es gesund zu pflegen. Innerhalb weniger Monate ging es Morgan, wie man sie nannte, besser. Ein Zusammenschluss von 30 renommierten Wissenschaftlern, die “Free Morgan Foundation” legte einen detaillierten Plan für ihre Rückführung in die Freiheit vor. Meeresbiologen war es gelungen ihre Familie ausfindig zu machen und zudem eine Meeresbucht, die geeignet gewesen wäre Morgan wieder an die Freiheit zu gewöhnen.

Morgan im „Loro Parque“ © freemorgan.org

Doch das Delfinarium Harderwijk lehnte die Freilassung von Morgan unter Berufung auf den Rat von sieben Einzelpersonen ab. Wie sich später herausstellte, hatten diese unvollständige und falsche Informationen von dem Delfinarium erhalten, weswegen vier ihre Meinung widerriefen.
Trotz Protestes von Tierschützern und Wissenschaftlern wurde Morgan im November 2011 in den privaten Vergnügungspark “Loro Parque” auf der Insel Teneriffa in Spanien gebracht. Dort muss sie seither zusammen mit fünf anderen Orcas zirkusähnliche Kunststücke für Touristen aufführen.

Orcas in Gefangenschaft

Orcas sind hoch sozial und sehr intelligent. In Freiheit leben sie in komplexen Sozialverbänden, sie haben eine Sprache und sogar unterschiedliche regionale Kulturen entwickelt. Schwächere Tiere werden von ihren Artgenossen beschützt und mit Futter versorgt. In Gefangenschaft müssen Orcas in künstlich zusammen gesetzten Gruppen in einem, im Gegensatz zu ihrem natürlichen Lebensraum unvorstellbar winzigen Becken, leben, in dem sie weder richtig schwimmen, tauchen noch jagen können. Die Folge sind Stress, Krankheiten, massive soziale Spannungen und eine deutlich verringerte Lebenserwartung.

Morgan Leiden im „Loro Parque“

Morgan im „Loro Parque“ ©freemorgan.org

Beobachtungen von namhaften Experten belegen, dass Morgan im “Loro Parque” massiv leidet. Sie wird von den anderen Orcas nicht akzeptiert und immer wieder massiv angegriffen, durchschnittlich einmal pro Stunde. Dokumentiert sind über 320 Verletzungen und Bisswunden die ihr seit ihrer Ankunft im “Loro Parque” von den anderen Tieren zugefügt wurden, nicht mitgerechnet die Verletzungen, die sie sich selber zugefügt hat. In der beengten, künstlichen und monotonen Umgebung hat Morgan bereits jetzt massive Verhaltensstörungen entwickelt, so schlägt sie ihren Kopf immer wieder gegen die Beckenwand und reibt ihre Zähne am Beton ab.

Morgans Verletzungen ©L.Harrison / Orca Research Trust

Aus Sicht der Experten der “Free Morgan Foundation” muss Morgan so schnell wie möglich aus dem “Loro Parque” befreit werden, um ihr weiteres Leiden zu ersparen. Die Auswilderung von Orcas ist bereits mehrfach gelungen und gerade bei Morgan, die die Hälfte ihres Lebens in Freiheit verbracht hat, sind aus Sicht der erfahrenen Wissenschaftler die Chancen sehr gut, dass sie sich schnell wieder zurechtfindet.
Die Verantwortlichen im “Loro Parque” versuchen jedoch mit allen Mitteln eine Auswilderung von Morgan zu verhindern, denn die Orca-Shows bringen dem Vergnügungspark viel Geld. Mittlerweile behauptet dieser sogar Morgan sei behindert und in Freiheit nicht lebensfähig. Eine Koalition aus holländischen Tierschutzvereinen hat zusammen mit der “Free Morgan Foundation” Morgans Fall bereits dreimal vor Gericht gebracht, doch jedes mal wurde zu Gunsten des Vergnügungsparks und gegen Morgan entschieden. Am 03. Dezember 2013 wird Morgans Fall in den Niederlanden erneut vor Gericht verhandelt. animal public e.V. unterstützt die “Free Morgan Foundation” bei ihrem Kampf für Morgans Freiheit.

Update: Ein Urteil im Prozess um Morgans Zukunft wird erst für April 2014 erwartet.

Update: Am 23. April hat Landgericht in Den Haag (Niederlande) im Berufungsverfahren zum Fall Morgan entschieden, dass das Orcaweibchen im privaten Vergnügungspark Loro Parque auf der Kanareninsel Teneriffa verbleiben soll. Das Urteil ist aus Sicht von animal public vollkommen unverständlicher, insbesondere da das Gericht dem Gesundheitszustand von Morgan keine Relevanz bei der Entscheidungsfindung beigemessen hat.
animal public wird nun gemeinsam mit der FREE MORGAN FOUNDATION versuchen, vor einem spanischen Gericht die Freilassung Morgans zu erwirken.

Was Sie tun können um Morgan zu helfen

Der „Loro Parque“ auf Teneriffa ist ein privater Vergnügungspark, der dem deutschen Unternehmer Wolfgang Kiessling gehört. Unter den etwa 1,5 Millionen Menschen, die den Park jährlich besuchen, sind viele deutsche Touristen. Solange sich mit Morgan und ihren Artgenossen Geld verdienen lässt, wird der „Loro Parque“ sie weiter in Gefangenschaft halten.

Bitte informieren Sie daher ihre Freunde, Bekannte und Verwandte über Morgans Schicksal und bitten Sie sie, sollten sie Urlaub auf Teneriffa machen, den Park nicht zu besuchen und auch alle Mitreisenden über Morgans Schicksal zu informieren.

Schreiben Sie dem „Loro Parque“ und lassen Sie die Verantwortlichen wissen, was Sie davon halten, dass man Morgan ihr Recht auf ein artgemäßes Leben in Freiheit verwehrt.
loroparque@loroparque.com
diradjunto@loroparque.com

Nutzen Sie das Internet, um mehr Menschen über Morgans Schicksal zu informieren.
Posten Sie diesen Link auf Facebook:
www.animal-public.de/free-morgan/
Schreiben Sie eine Bewertung auf die Tripadvisor Seite des „Loro Parque“ http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g187479-d4778000-Reviews-Loro_Park-Tenerife_Canary_Islands.html

Unterstützen Sie die Arbeit von animal public e.V. für die Befreiung von Morgan als Fördermitglied oder mit einer Spende.

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Freiheit für Robby

Montag, 04. November 2013

In einem gemeinsamen Brief haben sich animal public, das Jane Goodall Institut Deutschland, peta und pro wildlife an den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) gewandt und ihn gebeten sich für die Befreiung des letzten deutschen Schimpansen in einem Zirkus einzusetzen. Robby ist 38 Jahre alt und wird ohne Kontakt zu Artgenossen im Circus Belly gehalten. Die meiste Zeit fristet er in einem etwa 10 Quadratmeter kleinen Käfigwagen, nur bei guter Witterung darf er in ein kahles Außengehege. Diese Form der Haltung stellt in unseren Augen einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Das Veterinäramt des Landkreis Celle hat diese Haltung jedoch genehmigt. Daher haben wir uns jetzt gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen an den zuständigen Landwirtschaftsminister gewandt und ihn um seine Hilfe gebeten.

Robby könnte in einer Auffangstation wieder mit Artgenossen vergesellschaftet werden und seinen Lebensabend in Würde beschließen. Die Auffangstation AAP, die bereits zahlreiche Zirkusschimpansen aus Deutschland resozialisiert hat, hat bereits ihre Hilfe angeboten.

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