Archive for Oktober 2013

Helfen per Mausklick

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Tierfreunde können die Arbeit von animal public e.V. jetzt noch einfacher von zuhause aus unterstützen. Über das paypal Spendentool ist es möglich direkt und sicher mit wenigen Mausklicks zu spenden und so die Kampagnen von animal public zu fördern. Dazu ist noch nicht einmal ein paypal Konto notwendig.
Die Spende ist natürlich steuerlich absetzbar.


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Berliner Bärenbündnis fordert Umsiedlung von Bärin Schnute

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Update Oktober 2015: Am 11.10.2015 wurde Berlins letzte Zwingerbärin Schnute im Alter von 34 Jahren eingeschläfert.

Ein neues Gutachten soll jetzt ergeben haben, dass die Berliner Stadtbärin Schnute transportfähig ist. Es sprächen keine zwingenden Gründe gegen eine Umsiedlung, sollen die Tierärzte erklärt haben. Das Berliner Bärenbündnis fordert daher von Stadtrat Spallek schnell zu handeln. „Jetzt darf nicht wieder auf Zeit gespielt werden“, so Stefan Klippstein vom Bärenbündnis, „das Wohl von Schnute muss im Vordergrund stehen.“

16.10.2013, Berlin. Seit Jahren kämpfen Tierschützer für die Schließung des historischen Bärenzwingers im Köllnischen Park (Berlin Mitte) und für eine Umsiedlung der dort lebenden Braunbären in eine Auffangstation. Im Jahr 2012 schlossen sie sich schließlich zum „Berliner Bärenbündnis“ zusammen.

Von der Bezirksregierung Berlin Mitte wurde eine Verbringung der Braunbären Maxi und Schnute in eine artgemäße Umgebung lange Jahre ohne Angabe von stichhaltigen Gründen abgelehnt. Im Sommer diesen Jahres hieß es schließlich die Tiere seien zu alt und nicht mehr transportfähig. Am 23. August diesen Jahres starb Bärin Maxi  im Alter von 27 Jahren schließlich in eben dem Zwinger, in dem sie ihr ganzes Leben fristen musste.

Nun wurde laut aktuellen Medienberichten ein neues Gutachten über den Gesundheitszustand von Bärin Schnute angefertigt. Aus diesem soll hervorgehen, dass die Bärin transportfähig ist.
Das „Berliner Bärenbündnis“ fordert von Stadtrat Spallek nun endlich zu handeln. Stefan Klippstein, Sprecher des Berliner Bärenbündnis, erklärt: „Wir erwarten, dass Schnute jetzt schnellst möglich in eine Auffangstation gebracht wird, wo sie ihren Lebensabend in artgemäßer Umgebung genießen kann.“
Mehrere Stationen hatten bereits die kostenlose Aufnahme der Berliner Bären angeboten. „Sollten die Verantwortlichen jetzt nicht endlich zum Wohl des Tieres handeln, dann müssen sie sich auf massive Proteste einstellen“, so Klippstein abschließend.

Das „Berliner Bärenbündnis“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen aktion tier e. V., Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e. V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Deutsches Tierschutzbüro und Tasso e. V.

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Filmtipp: Dokumentarfilm BLACKFISH

Dienstag, 01. Oktober 2013

Mit Milliardenumsätzen gehört SeaWorld zu den Big Playern der Entertainment Industrie. Den Erfolg seiner spektakulären Wassershows verdankt das Unternehmen vor allem den Orcas, die darin auftreten. Der bewegende Dokumentarfilm BLACKFISH erzählt die Geschichte von Tilikum, einem der bei SeaWorld gehaltenen Orcas, der vor 30 Jahren als zweijähriges Jungtier vor Island gefangen wurde und in Gefangenschaft mehrere Menschen getötet hat. Dokumentarfilmerin Gabriela Cowperthwaite lässt parallel zu Tilikums trauriger und zutiefst anrührender Lebensgeschichte ehemalige SeaWorldtrainer zu Wort kommen, Walforscher und Zeugen der Unfälle. In bewegenden Interviews und mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Filmmaterial zeigt Cowperthwaite eindringlich, wie Gefangenschaft und Haltungsbedingungen die Menschen gegenüber eigentlich friedlichen Wale zu aggressiven Zeitbomben werden lassen. Während aus der Natur kein Beispiel bekannt ist, wo ein Mensch durch einen Orca starb, haben Schwertwale in Gefangenschaft bislang vier Menschen getötet, dutzende weitere Attacken sind dokumentiert.

Die berührende Story von BLACKFISH fordert auf, unser Verhältnis zur Natur gründlich zu überdenken, und sie zeigt auf erschreckende Weise, wie wenig wir Menschen von diesen hochintelligenten und sozialen Tieren gelernt haben. Der Dokumentarfilm, für den SeaWorld jegliche Interviews verweigerte, hat das Potential etwas zu verändern.

BLACKFISH wurde auf dem diesjährigen Sundance Film Festival uraufgeführt und avancierte dort zum Geheimtipp. Ab dem 7. November 2013 läuft BLACKFISH in den deutschen Kinos.

 

Hintergrundinfo: Orcas in Gefangenschaft

Tilikum mit hängender Rückenfinne

Tilikum mit hängender Rückenfinne

Derzeit werden weltweit 45 Schwertwale in Marineparks gehalten. Elf von ihnen in europäischen Delfinarien, davon fünf im französischen Marineland Antibes und sechs im Loro Parque auf Teneriffa, der von einem Deutschen betrieben wird. Das Leben in Gefangenschaft bedeutet für die intelligenten und sehr sozialen Tiere großes Leid.

In der beengten, künstlichen Umgebung, zusammen gesperrt mit fremden Artgenossen, können sie ihr normales Verhalten nicht annähernd ausleben. So verwundert es wenig, dass viele Orcas massivste Verhaltensstörungen, wie das Abnagen des Beckenbodens, ständiges Kopf gegen die Wand schlagen, Hochwürgen von Futter oder Angriffe gegen Artgenossen und die Trainer, zeigen.

Orcas in Freiheit

Orcas in Freiheit

Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich leiden die Tiere unter der Gefangenschaft. So klappt die große Rückenfinne der Männchen in Gefangenschaft um. Auch ist erwiesen, dass die Tiere eine deutlich geringere Lebenserwartung haben, als in Freiheit. In der Natur wird ein weiblicher Orca durchschnittlich 50 Jahre alt, in Gefangenschaft überleben wild gefangenen Tiere hingegen im Schnitt nur vier Jahre. Dieses sinnlose Tierleid muss ein Ende haben, dafür kämpft animal public e.V.

So können Sie helfen:

  • Besuchen Sie keine Delfinarien oder Marineparks, auch nicht im Urlaub

  • Informieren Sie Ihre Verwandte und Bekannte über das Leid der Tiere und bitten Sie auch diese, keine Shows mit Walen oder Delfinen zu besuchen

  • Werden Sie animal pubic Fördermitglied und unterstützen Sie uns im Kampf für die Freiheit aller Wale und Delfine

 

 

 

© Copyright für alle Fotos:  NFP marketing & distribution GmbH / Dogwoof

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