Archive for September 2013

Tigerangriff im Allwetterzoo Münster zeigt: Haltung von Wildtieren nicht zu verantworten

Freitag, 20. September 2013

Düsseldorf / Münster – 19.09.2013: Heute wurde im Allwetterzoo Münster ein Tierpfleger von einem Tiger getötet. Kein Einzelfall, immer wieder kommt es zu schweren Unfällen in deutschen Zoos. Aus Sicht des Tierschutzvereins animal public e.V. belegt der tödliche Tigerangriff im Allwetterzoo Münster einmal mehr, dass Wildtiere nicht in Gefangenschaft gehören.

Im Allwetterzoo Münster wurde heute unter noch ungeklärten Umständen ein Tierpfleger von einem Tiger getötet. Der tödliche Angriff ist kein Einzelfall. Erst vor einem Jahr wurde im Zoo Köln eine Tierpflegerin von einem Tiger getötet, im Jahr 2006 kam es im Tierpark Chemnitz zu einem tödlichen Angriff eines Leoparden auf eine Pflegerin. Aus Sicht des Tierschutzvereins animal public e.V. sind die vielen Unfälle nicht verwunderlich.

Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins erklärt: „Die Wildtiere in deutschen Zoos haben keine Anpassung an den Menschen, sie sind und bleiben wild. Und sie leben unter Bedingungen, unter denen sie ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht frei ausleben können. Kleinste Unachtsamkeiten im Umgang mit ihnen enden daher schnell tödlich.“ Der Tierschutzverein fordert aus den Vorfällen endlich Konsequenzen zu ziehen.

Wenn selbst moderne, wissenschaftlich geführte zoologische Gärten wie Münster und Köln nicht in der Lage sind tödliche Angriffe auf ihre Mitarbeiter zu verhindern“, so Zimprich, „dann ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zootierhaltung endlich grundlegend hinterfragt werden muss.“

Aus Sicht des Tierschutzvereins animal public e.V. belegt der tödliche Tigerangriff im Allwetterzoo Münster einmal mehr, dass Wildtiere nicht in Gefangenschaft gehören.

 

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Bärin Maxi ist tot

Montag, 09. September 2013

Am 23. August 2013 ist im Berliner Bärenzwinger die Bärin Maxi gestorben. Trotz massiver Proteste von Tierschützern musste Maxi ihr ganzes Leben in der veralteten Zwingeranlage im Köllnischen Park (Berlin Mitte) fristen, in der sie vor 27 Jahren geboren wurde. Schon vor Jahren boten verschiedene Bärenauffangstationen an, Maxi und Schnute aufzunehmen und ihnen ein artgemäßes Leben zu ermöglichen, doch der Bezirk Mitte verweigerte die Abgabe der “Wappentiere”.

Die Obduktion ergab, dass Maxi an inneren Blutungen starb. Mehrere Organe versagten, darunter Leber und Niere. Zudem litt Maxi an Arthrose, hatte eine verformte Wirbelsäule und Bandscheibenprobleme. Angesichts des lebenslangen Bewegungsmangels auf engstem Raum wundert dies wenig.

Das Berliner Bärenbündnis, zu dessen Gründungsmitgliedern animal public e.V. gehört, hat Strafanzeige gegen den zuständigen Amtsveterinär erstattet. Seit Jahren wusste er von den nicht artgerechten Haltungsbedingungen im Bärenzwinger und den dadurch verursachten Verhaltensstörungen bei beiden Bären. Trotzdem ergriff er keine geeigneten Maßnahmen, um das Leiden der Tiere zu beenden.

Was nun aus Maxis Mutter Schnute wird ist ungewiss. Bären trauern wie Menschen, daher muss abgewartet werden, wie sie Maxis Tod verkraftet.

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