Archive for November 2012

Entscheidung über Maxis und Schnutes Zukunft vertagt

Freitag, 23. November 2012

Update Oktober 2015: Am 11.10.2015 wurde Berlins letzte Zwingerbärin Schnute im Alter von 34 Jahren eingeschläfert.

Berliner Bärenbündnis wird weiter für Schließung des Bärenzwingers kämpfen

Berlin, den 23.11.2012 – Die Entscheidung über Maxis und Schnutes Zukunft ist vertagt worden. Für die beiden Braunbären Maxi und Schnute könnte dies bedeuten, dass sie ihre letzten Lebensjahre im nicht artgerechten Bärenzwinger im Köllnischen Park fristen müssen. Das Berliner Bärenbündnis, ein Zusammenschluss verschiedenster Tierschutzorganisationen, hat angekündigt, weiter für die Umsiedlung der Tiere in eine Auffangstation zu kämpfen.

Im Jahr 1939 wurde der Bärenzwinger im Köllnischen Park in Berlin-Mitte eröffnet. Bis heute werden in der Anlage zwei Braunbären, Maxi und Schnute, als lebende Wappentiere gehalten. Seit Jahren kämpfen Tierschützer für die Schließung des historischen Bärenzwingers, der den heutigen Anforderungen an eine verhaltens- und artgerechte Tierhaltung bei weitem nicht entspricht.

Im Oktober haben sich verschiedene Tierschutzorganisationen aus ganz Deutschland zum Berliner Bärenbündnis zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie mit immer neuen Protestaktionen auf das Schicksal der letzten beiden Zwingerbären aufmerksam gemacht. Mit einer Besetzung des Bärenzwingers sorgten sie in dieser Woche bundesweit für Aufsehen.

Gestern hat nun die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte die Entscheidung über Maxis und Schnutes Zukunft verschoben. Erst nach dem Ende der Winterruhe solle eine Entscheidung fallen, hieß es. Das Berliner Bärenbündnis ist enttäuscht über das Verhalten der Bezirksverordneten. Stefan Klippstein, Sprecher des Bündnisses, war selbst bei der Versammlung vor Ort: „Winterruhe ist etwas für Bären, nicht für Politiker. Die Verantwortlichen hatten die Möglichkeit, ein klares Zeichen für den Tierschutz zu setzen, doch das haben sie versäumt. Damit erweisen sie Berlins Wappentieren einen Bärendienst.“

Eine endgültige Entscheidung soll erst im Frühjahr nächsten Jahres fallen. Laut Presseberichten ist jedoch eine weitere Finanzierung des Zwingers in 2014 unwahrscheinlich und damit die Umsiedlung der Bären unumgänglich. „Wir hoffen, dass die Verantwortlichen sich möglichst bald für eine Abgabe der Tiere in eine Auffangstation entscheiden“, so Klippstein, „bis dahin werden wir weiter für Schnutes und Maxis Freiheit kämpfen.“

Das „Berliner Bärenbündnis“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen aktion tier e.V., Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutsches Tierschutzbüro und Tasso e.V.

Weitere Informationen über das Berliner Bärenbündnis finden Sie unter www.baerenzwinger-berlin.de

 

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Berliner Bärenzwinger teurer als gedacht

Freitag, 09. November 2012

Die Haltung der Braunbären Maxi und Schnute im Berliner Bärenzwinger steht seit Jahren in der Kritik von Tierschützern. Eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen brachte nun ans Licht, dass die Kosten für den Unterhalt des städtischen Bärenzwingers wesentlich höher sind, als der Berliner Senat bislang behauptet hatte. Statt 60.000 Euro verschlingt der Unterhalt jährlich rund 91.000 Euro.

Berlin, 08.11.2012. Im Jahr 1939 wurde der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park in Berlin-Mitte eröffnet. Bis heute werden in der historischen Zwingeranlage die zwei Braunbären Maxi und Schnute als lebendige Wappentiere gehalten.

Seit Jahren kritisieren Tierschutzverbände die Haltungsbedingungen als nicht artgerecht. Vor rund einer Woche haben sie sich zum Berliner Bärenbündnis zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für die Umsiedlung von Maxi und Schnute in eine Auffangstation einzusetzen.

Nun brachte eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen ans Licht, dass der Unterhalt des Berliner Bärenzwingers nicht, wie 2008 vom Berliner Senat angegeben (Drucksache 16 /12 699) jährlich 60.000 Euro, sondern über 91.000 Euro (Kleine Anfrage 0255/IV) verschlingt.

Aus Sicht des Berliner Bärenbündnisses ein Grund mehr, die Tiere endlich in eine Auffangstation zu bringen. Stefan Klippstein, Sprecher des Bündnisses, erklärt: „Zwei Bärenauffangstationen haben in der letzten Woche ihr Angebot, Schnute und Maxi aufzunehmen, erneuert. Dem Bezirk Mitte würden keine Kosten entstehen. Im Gegenteil, er würde jährlich zehntausende Euro Steuergelder einsparen.“

Das „Berliner Bärenbündnis“ ist ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen aktion tier e.V., Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. und Deutsches Tierschutzbüro.

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