Archive for August 2012

Deutscher Wildtierschmuggler bleibt in Haft

Freitag, 31. August 2012

Am 8. Juli diesen Jahres wurde der Deutsche Dirk Bender auf Galapagos bei dem Versuche vier vom Aussterben bedrohte Leguane außer Landes zu schmuggeln festgenommen. Seither sitzt der 31 jährige Mann in Untersuchungshaft. Am 27. August hat das Gericht auf der Insel Santa Cruz/Galapagos einen Kautionsantrag des Angeklagten abgelehnt. Er muss bis zur Hauptverhandlung in Haft bleiben.

Bender wurde nur sieben Monate zuvor auf Fidschi wegen Wildtierschmuggels zu einer Geldstrafe von $15.000 Euro verurteilt. Nun könnte ihm eine mehrjährige Haftstrafe drohen.

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Tigerangriff im Kölner Zoo zeigt: Haltung von Wildtieren nicht zu verantworten

Dienstag, 28. August 2012

Düsseldorf, den 25.08.2012 – Der tödliche Tigerangriff im Kölner Zoo zeigt einmal mehr, dass Wildtiere nicht in Gefangenschaft gehören. Die Tierschutzorganisation animal public e.V. beobachtet immer häufiger Ausbrüche und Unfälle mit Wildtieren in deutschen Zoos.

Die Tierschutzorganisation animal public e.V. beobachtet mit Sorge die häufig vorkommenden Ausbrüche und Unfälle mit Wildtieren in deutschen Zoos. Wie Thomas Höller, Vorstand von animal public e.V. mitteilte, ist der tragische Unfall am vergangenen Samstag im Kölner Zoo bei weitem kein Einzelfall. „Die Wildtiere in deutschen Zoos haben keine Anpassung an den Menschen, sie sind und bleiben wild“, sagt Thomas Höller. „Wir erfahren ständig von Ausbrüchen und Unfällen mit Wildtieren in deutschen Zoos, die nicht selten lebensgefährlich für Tierpfleger und auch Zoobesucher sind.“ Auch auf den Menschen übertragbare Krankheiten bei Zootieren stellen eine grosse Gefahr dar, die viel zu wenig beachtet wird.

Die Mitarbeiter von animal public e.V. sehen in den Ausbrüchen und Unfällen vor allem, dass die deutschen Zoos keineswegs den Umgang mit Wildtieren souverän beherrschen. Vielmehr sind die Anforderungen, die Wildtiere an ihre Umgebung stellen, generell von einem Zoo nicht zu erfüllen.
„Ein Sibirischer Tiger braucht viel mehr zum Lebens als einen Käfig, der neugierige Menschen vor seinen Krallen oder Zähnen schützen soll“, so Thomas Höller weiter. Wenn selbst moderne, große Zoologische Gärten wie der Kölner Zoo nicht einmal eine sichere Haltung gewährleisten können, sei eine artgerechte Haltung ohne Zweifel unmöglich.

Zu einem normalen Wildtierleben gehört ein großzügiger Bewegungsraum, das Leben im Sozialverbund mit Partnern und ein Austausch mit an die Territorien angrenzenden Artgenossen ebenso wie der Art angemessene Klimaverhältnisse (nicht nur zeitweise oder in Gehegeteilen), natürliche Ernährung und eine Vielzahl von Umwelteinflüssen, beispielsweise Interaktion mit anderen Arten, Wetter oder natürliche Tag- und Nachtphasen. In Zoos würden diese Lebensbedingungen bestenfalls simuliert, oft den Wildtieren völlig vorenthalten, so die Mitarbeiter von animal public e.V.

Auch die als Hauptgrund für den Sinn von Zoos angeführten Zuchten von vom Aussterben bedrohten Tierarten sehen die Mitarbeiter von animal public e.V. äußerst kritisch. „Hier wollen uns die deutschen Zoos hinters Licht führen“, sagt Thomas Höller. „Die in deutschen Zoos gezüchteten Tiere sind sehr häufig Kreuzungen und es mangelt ihnen an elementaren Fähigkeiten zum Leben in der Freiheit. Solche sogenannten Hybride können eine Tierart nicht vor dem Aussterben bewahren und sie können und dürfen nicht in die freie Wildbahn entlassen werden. Die Tiere, die den Zoobesuchern gezeigt werden, sind nur traurige Abbilder ihrer wild lebenden Artgenossen.“

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Aufruf: Anti-Jagd-Demo in Düsseldorf

Mittwoch, 15. August 2012

Die rot-grüne Landesregierung in NRW arbeitet an einer Novelle des Landesjagdrechts. Praktiken die mit dem Tierschutz unvereinbar sind sollen verboten werden. Dagegen laufen die Jagdverbände Sturm. Am 22.09.2012 wollen sie vor dem Landtag für die Beibehaltung des Status Quo demonstrieren. Das heißt im Klartext: Die Jagdverbände wollen weiterhin Hunde und Katzen erschießen, Tiere tagelang in Fallen leiden lassen und Jagdhunde an lebenden Tieren ausbilden.

Das können wir nicht tatenlos hinnehmen. Daher werden am 22.09.2012 auch zahlreiche Tierschutzverbände aus ganz NRW vor dem Landtag demonstrieren. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Anti-Jagd-Demo, Samstag, 22.09.2012, ab Punkt 11.00 Uhr
(Aufbau der Infostände ab 10.00 Uhr) in der Nähe des Landtags, Düsseldorf

Weitere Infos: http://anti-jagd-demo.blog.de/

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animal public lehnt Aufführung mit lebenden Wölfen entschieden ab

Montag, 06. August 2012

Düsseldorf 06.08.2012 – Das Düsseldorfer Tanzhaus NRW will im Herbst zwei lebende Wölfe auftreten lassen. Der Wildtierschutzverein animal public e.V. lehnt dieses Vorhaben entschieden ab. Es sei mit geltenden Tierschutzvorschriften nicht vereinbar.

Im Herbst diesen Jahres will das Tanzhaus NRW die Performance „Narcisses“ der französischen Chereografin Coralin Lamaison zeigen. Teil der Performance ist der Auftritt zweier lebender Wölfe, die von einer nackten Tänzerin gefüttert werden.

Der Düsseldorfer Wildtierschutzverein kritisiert die geplante Aufführung aufs schärfste. Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins, erklärt: „Wölfe sind von Natur aus scheue Wildtiere. Ein Auftritt der Tiere auf einer Bühne vor großem Publikum ist absolut nicht tiergerecht. Hinzu kommen die Haltungsbedingungen, die nicht artgerecht sein können.“

Das Argument, dass die Wölfe in Gefangenschaft geboren seien, lässt Zimprich nicht gelten. „Auch wenn ein Wolf in Gefangenschaft geboren wurde, ist und bleibt er ein Wildtier mit den entsprechenden Verhaltensweisen und Bedürfnissen.“

Zimprich kann nicht verstehen, dass das Tanzhaus NRW sich über die Kritik von Tierschutzseite erstaunt zeigt: „Seit Jahren gibt es von allen großen Tierschutzvereinen Bemühungen das Auftreten von Wildtieren in Zirkussen und bei ähnlichen Veranstaltungen zu verbieten. Nichts anderes ist es, wenn man zwei Wölfe nach Düsseldorf holt um sie auf eine Bühne zu stellen. Auch der Bundesrat hat sich mehrfach für ein Verbot solcher Veranstaltungen ausgesprochen. An einer entsprechenden Änderung des Tierschutzgesetzes wird gerade gearbeitet. Bereits jetzt stellen viele Städte keine Flächen mehr für Wildtierzirkusse zur Verfügung.“

Der Verein animal public e.V. hält den Auftritt der Wölfe zudem für nicht mit geltenden Tierschutzvorschriften vereinbar. So lehnen die Autoren der vom Bundesverbraucherschutzministerium herausgegebenen „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ die Haltung und das Mitführen von Wölfen ausdrücklich ab.

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