Archive for Dezember 2011

animal public unterstützt Great Ape Project

Freitag, 23. Dezember 2011

Das Great Ape Project, initiiert 1993 von den Philosophen Paola Cavalieri und Peter Singer, beinhaltet die Forderung, die Großen Menschenaffen – Schimpansen, Gorillas, Orang Utans und Bonobos – aufgrund ihrer großen genetischen Ähnlichkeit mit dem Menschen und ihren ähnlich komplexen kognitiven, affektiven und sozialen Fähigkeiten bestimmte Grundrechte zuzuerkennen, die bislang dem Menschen vorbehalten sind: Das Grundrecht auf Leben, auf individuelle Freiheit und auf körperliche wie psychische Unversehrtheit, wodurch praktisch alle Fälle erfasst sind, die Menschenaffen in Bezug auf Menschen betreffen können: Jagd, Wildfang, Zirkus, Zoo, Tierversuche. Es solle den Großen Menschenaffen der gleiche moralische und gesetzlich zu schützende – das heißt: auch einklagbare – Status zukommen, der allen Menschen zukommt. Singer und Cavalieri, dazu eine Reihe hochrenommierter Wissenschaftler einschließlich Jane Goodall oder Richard Dawkins, wiesen überzeugend nach, dass die tradierte Ungleichbehandlung von Menschen und Menschenaffen im Lichte wissenschaftlicher Erkenntnis nicht länger haltbar und damit moralisch zu verwerfen ist.

www.greatapeproject.de

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Österreich: Wildtierverbot im Zirkus bleibt

Freitag, 23. Dezember 2011

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat in seiner jüngsten Session entschieden, dass das für Zirkusse bestehende Wildtierverbot nicht verfassungswidrig ist und damit aufrecht bleibt.

Mit dem neuen Tierschutzgesetz wurde 2005 der Auftritt von Wildtieren wie etwa Elefanten oder Löwen im Zirkus österreichweit verboten. Der deutsche „Circus Krone“ klagte dagegen, da dies ein unzulässiger Eingriff in das Recht auf Erwerbsfreiheit sei. Der VfGH erkannte zwar tatsächlich einen Eingriff in die Rechte des Betreibers, dieser sei jedoch gerechtfertigt. Der Tierschutz sei heute ein „weithin anerkanntes und bedeutsames öffentliches Interesse“, heißt es in der Entscheidung.
Dem Argument des Zirkusbetreibers, wonach für Zirkusse, nicht jedoch für Zoos ein Verbot von Wildtieren besteht, trat VfGH-Präsident Gerhart Holzinger entgegen. Diese können im Tiergarten an einem Ort bleiben und würden auch nicht dressiert: „Die Haltung von Wildtieren im Zoo unterscheidet sich wesentlich von jener in Zirkussen.“

Bereits mehrfach haben Zirkusunternehmen versucht das österreichische Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus zu kippen. Bislang immer ohne Erfolg. Dieser erneute Erfolg für den Tierschutz ist aus Sicht von animal public ein klares Signal an die deutsche Bundesregierung. Ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus ist nicht nur dringend notwendig, sondern auch rechtlich unbedenklich.

 

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Weihnachtsspende für animal public

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die Tierschutzorganisation aktion tier e.V. überreicht dieses Jahr im Advent jeden Tag eine Förderscheck an insgesamt 24 deutsche Tier- oder Artenschutzorganisation. Damit fördert der bundesweit tätige Verband den lokalen Tier- und Artenschutz. Am 21.12.2011 erhielt animal public vom aktion tier-Maskottchen auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt einen Scheck über 6.000 Euro überreicht. Für animal public ist dies eine wertvolle Hilfe, als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden angewiesen.

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Krefeld verbietet Reptilienbörsen

Freitag, 16. Dezember 2011

Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) hat angeordnet, dass die Krefelder Stadtverwaltung keine städtischen Räume mehr für sogenannte „Reptilienbörsen“ zur Verfügung stellt. Zuletzt hatte es 2009 eine solche Börse im Seidenweberhaus gegeben. Die Krefelder Grünen begrüßten am Donnerstag die Entscheidung Kathstede

 

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Bremen: Auftrittsverbot für Wildtierzirkusse

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Zirkusunternehmen dürfen künftig nicht mehr in Bremen gastieren, wenn sie bestimmte Wildtiere im Programm präsentieren wollen. Da eine artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus nicht möglich ist, hat sich die Stadtbürgerschaft mit den Stimmen von Grünen, SPD und Linken für ein Auftrittsverbot ausgesprochen. Die neue Regel soll unter anderem für Löwen, Krokodile, Bären und Menschenaffen gelten. Ähnliche Verbote gibt es bereits in Köln, München und Heidelberg.

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Gute Nachrichten für Europas Zootiere?

Freitag, 02. Dezember 2011

Am Dienstag, den 22. November 2011, präsentierten die Mitgliedsorganisationen des Tierschutznetzwerks ENDCAP den Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Vertretern der Mitgliedsländer die Ergebnisse von 19 Untersuchungen zur Zootierhaltung in Europa. Die 19 Länderstudien sind Teil des Projekts „EU ZOO INQUIRY 2011“.

Die Studien enthüllen, dass viele, wenn nicht sogar die Mehrheit, der Zoos in Europa die Standards der EU-Zoorichtlinie nicht erfüllen. Die Untersuchungen zur Genehmigung und zum Betrieb von Zoos in Europa machen deutlich, dass sowohl Regierungen, als auch Vollzugsbehörden nicht die geeigneten Maßnahmen ergreifen um sicher zu stellen, dass Zoos tatsächlich einen Beitrag zum Artenschutz und zur Bildung leisten und ihre Tiere angemessen halten.

An der Präsentation nahmen auch Vertreter der Europäischen Kommission teil, die für die Umsetzung der EU-Zoorichtlinie verantwortlich ist. Diese kündigten an, dass bis 2012 ein code of practice entwickelt werden soll, um die Umsetzung und Einhaltung der EU-Zoorichtlinie in den etwa 3.500 europäischen Zoos gewährleisten.

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Bundesrat stimmt für Wildtierverbot im Zirkus!

Freitag, 02. Dezember 2011

Am 25.11.2011 hat der Bundesrat erneut für ein Verbot der Haltung bestimmter Wildtierarten im Zirkus, insbesondere Affen, Elefanten, Bären, Nashörner, Flusspferde und Giraffen gestimmt. Bereits 2003 forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf ein entsprechendes Gesetz zu erlassen. Bislang wurde diese jedoch nicht aktiv. Stattdessen wurde lediglich ein Zirkusregister eingeführt, um Tierhaltungsmissstände zu dokumentieren. Den Tieren half dies nicht. Jetzt ist es an Ministerin Aigner endlich zu handeln und das Leid der Wildtiere im Zirkus zu beenden.

Bitte unterstützen Sie die Forderung von animal public nach einem Wildtierverbot in Zirkusbetrieben und schicken Sie eine Protestpostkarte an Verbraucherschutzministerin Aigner. Postkarten können Sie hier bestellen.

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