Archive for März 2011

Toter Knut: Tierschützer fordern Ende der Eisbärenhaltung

Sonntag, 20. März 2011

Düsseldorf/Berlin, den 20.03.2011 – Knut ist tot. Der wohl berühmteste Eisbär der Welt starb am Samstag überraschend im Alter von nur vier Jahren. Vielleicht eine Erlösung, denn artgerecht ist die Haltung von Eisbären in Zoos nicht. Der Tierschutzverein animal public e.V. fordert daher die Eisbärenhaltung in Zoos zu verbieten.

Eisbären sind die größten an Land lebenden Raubtiere der Erde. Die Jagdreviere der Einzelgänger sind rund 150 km groß. Im Zoo leben sie auf wenigen Quadratmetern Beton, ohne die Möglichkeit ihre natürlichen Verhaltensweisen auch nur annähernd auszuleben.
Laura Zimprich, Sprecherin der Tierschutzvereins animal public e.V., erklärt: „Eine artgerechte Haltung von Eisbären in Zoos ist nicht möglich. Viele der Tiere zeigen Verhaltensstörungen, wie das Auf- und Abschwingen oder das Drehen des Kopfes. Solche Stereotypien sind Zeichen für erhebliches Leiden.“  Einen Beitrag zum Artenschutz ist die Haltung von Eisbären in Zoos nicht. Die Nachzuchten, die nur Beton und Fleischbrocken gewohnt sind, können nicht ausgewildert werden.  „Nur der Schutz des Eisbären in seinem natürlichen Lebensraum kann die Tiere vor dem Aussterben bewahren, die Haltung von Eisbären in Zoos trägt nicht dazu bei die Art zu erhalten“, so Laura Zimprich.
Derzeit überarbeitet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“. Darin wird auch die Haltung von Eisbären neu geregelt. Der Verein animal public e.V. setzt sich dafür ein, dass darin auch ein Verbot der Haltung von Eisbären aufgenommen wird. „Wir möchten, dass die Eisbärenhaltung ausläuft“, so Zimprich, „weitere Wildfänge und Nachzuchten müssen untersagt werden.“

Diese Seite teilen.Share on Facebook

Videodokumentation: Die Exotenbörse

Dienstag, 08. März 2011

07.03.2011 – Am kommenden Wochenende findet in Hamm (NRW) wieder die größte Terraristikbörse Europas statt. Aus diesem Anlass veröffentlicht animal public in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbüro die Videodokumentation „Die Exotenbörse – Tiere als Wühltischware“.  Die Dokumentation deckt auf, wie rücksichtslos in Hamm Geschäfte auf Kosten der Tiere gemacht werden. In kleinen Plastikboxen, in denen sonst Essen am Imbiss verkauft wird, werden Wildtiere aus aller Welt verramscht. Hilflos sind die empfindlichen Tiere der ungewohnten Geräusch- und Geruchskulisse, grellem Licht und Menschenmassen ausgeliefert. Dabei sind gerade Reptilien sehr stressempfindlich. Doch dies scheint in Hamm weder Verkäufer noch Kunden zu interessieren und auch die zuständige Behörde schaut weg.

Die Dokumentation kann gegen einen Unkostenbeitrag von 14 Euro bei animal public (info@animal-public.de) bestellt werden.

Diese Seite teilen.Share on Facebook