Archive for Februar 2011

Bettelzirkusse auf Mitleidstour

Donnerstag, 17. Februar 2011

Berlin/Düsseldorf, 22.12.2010. Jedes Jahr vor Weihnachten sind sie in den Fußgängerzonen zu sehen – Zirkusmitarbeiter, die mit Tieren betteln. Oft schlagen auch fahrende Zirkusse ungefragt ihre Winterlager in Stadtnähe auf und bleiben manchmal bis zum Frühling. Angeblich unfähig, sich selbst zu finanzieren, wird an die Gemeinde und deren Bewohner appelliert, „Mann und Maus“ durchzufüttern. aktion tier und animal public raten jedoch von Spenden ab.

„Es gibt leider viele Zirkusunternehmen, die im Winter zu Bittstellern werden“, sagt Laura Zimprich von animal public. „Artisten und Tiere in Not“, „Zirkus in Not droht Räumung“, „Zirkus sitzt fest“ – so lauten nur einige der Schlagzeilen, die jeden Winter wiederkehren. Dabei ist ein Zirkusunternehmen, wie der Name schon sagt, ein Betrieb, der eigenständig und eigenverantwortlich wirtschaftet. Lohnt sich dieser Betrieb nicht mehr, weil die Einnahmen fehlen, muss sich das Unternehmen etwas einfallen lassen, um mehr Geld in die Kassen zu spülen oder eben aufgeben. „Ein Unternehmen, welches nur dadurch über die Runden kommt, dass es im Winter mit möglichst mageren und mitleiderregenden Tieren Spenden sammelt, ist nicht existenzfähig; außerdem bedarf das Spendensammeln mit Tieren gemäß Tierschutzgesetz einer speziellen Genehmigung, die meist nicht vorhanden ist“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Wir raten daher dringend davon ab, diese Zirkusse mit Futter-, Sach- oder Geldspenden zu unterstützen. Schließlich spendet man ja auch keinem mittelständischen Unternehmen, welches aufgrund mangelnder Umsätze vor dem Aus steht. „Ein Zirkus, der sich nicht mehr selber trägt und seine Tiere folglich nicht mehr ernähren kann, muss diese abgeben“, sagt Laura Zimprich von animal public. Mit gutgemeinten Spenden zementiert man lediglich das Tierleid.

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animal public begrüßt Münchner Beschluss gegen Wildtierhaltung im Zirkus

Donnerstag, 17. Februar 2011

Düsseldorf/München 20.01.2011 – Hunderte Wildtiere werden in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Dabei ist aus Sicht von Experten eine artgerechte Haltung dieser Tiere in reisenden Unternehmen nicht möglich. Der Münchner Verwaltungsausschuss hat am Mittwoch einstimmig beschlossen Auftritte von 20 Arten wie Bären, Elefanten, Tigern, Löwen oder Nashörnern in Teilen der Stadt zu verbieten. Der Tierschutzverein animal public e.V. begüßt dies als Schritt in die richtige Richtung.

Affen und Bären eingesperrt in kleine Käfigwagen, Elefanten wie Sträflinge an Hinter- und Vorderbein festgekettet, so werden bis heute Hunderte Wildtiere in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Nicht nur Tierschützer, sondern auch Tierärzte und Wissenschaftler fordern seit langem die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen zu verbieten, die niemals artgerecht sein kann. In anderen Ländern wie Österreich, Finnland, Dänemark, Schweden sind Wildtiere in reisenden Zirkusbetrieben bereits teilweise oder sogar ganz verboten.
Auch in Deutschland gab es einen entsprechenden Vorstoß. Im Jahr 2003 beschloss der Bundesrat auf Initiative des Landes Hessen, dass die Haltung von Wildtieren insbesondere Elefanten, Affen und Bären in reisenden Zirkusbetrieben grundsätzlich verboten werden soll.
Jedoch wurde der Beschluss von der Bundesregierung bis heute nicht umgesetzt. Nun hat der Münchner Verwaltungsausschuss am Mittwoch einstimmig beschlossen Auftritte von 20 Arten wie Bären, Elefanten, Tiger, Löwen oder Nashörner in Teilen der Stadt zu verbieten. Ähnliche Initiativen gab es zuvor bereits in Kassel, Heidelberg, Köln und Schwerin. Laura Zimprich, Sprecherin des Tierschutzvereins animal public e.V., begrüßt den Vorstoß aus München: „Die zahlreichen kommunalen Initiativen gegen das Leid von Wildtieren in Zirkusbetrieben sind ein Signal an die Bundesregierung endlich aktiv zu werden und die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben zu verbieten.“

Besonders erfreulich ist aus Sicht der Tierschützer die Bekundung von CSU-Stadträtin Evelyne Menges sich für ein noch strengeres Verbot als das bisher beschlossene einzusetzen und es auf einen Prozess ankommen zu lassen.

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Tierschützer kritisieren Zuchtpolitik der Zoos

Donnerstag, 17. Februar 2011

üsseldorf, 16.02.2011- Gestern berichtete der WDR in der großen Reportage „Geboren, um zu sterben“ über den Umgang deutscher Zoos mit ihrem Nachwuchs. Die Dokumentation zeigte eindrucksvoll wie überzählige Zootiere in schlechte Haltungen abgeschoben werden. Der Tierschutzverein animal public, der einige der im WDR gezeigten Tiere in Auffangstationen vermittelte, kritisiert die Zuchtpolitik deutscher Zoos als unverantwortlich.
Tierbabys sind im Zoo Besuchermagneten. Doch was wird aus den Tieren, wenn sie groß sind? Dieser Frage ging gestern die Reportage „Geboren, um zu sterben“ im WDR nach. In drastischen Bildern war zu sehen, wie skrupellos deutsche Zoos ihre Jungtiere an Tierhändler verkaufen, ohne sich um ihr weiteres Schicksal Gedanken zu machen. Die Tiere landen dann bei Privathaltern, im Zirkus oder sogar im Schlachthof. Der Tierschutzverein animal public kritisiert seit Jahren den Umgang von deutschen Zoos mit ihrem Nachwuchs. Laura Zimprich, Sprecherin von animal public ist empört über das Verhalten der Zoos: „Es wird Tiernachwuchs wie am Fließband produziert, obwohl man nicht weiß wohin mit ihm. Die Zoos nehmen billigend in Kauf, dass die von ihnen gezüchteten Tiere ein Leben lang in katastrophalen Umständen leiden. Dieses Verhalten ist unverantwortlich.“

Auch den deutschen Zoodirektoren ist bewusst, dass die Abgabe von Tieren in schlechte Haltungen ihrem Image schadet. Sie würden daher überzählige Tiere lieber tot spritzen, doch das ist in Deutschland, anders als in manchen Nachbarländern, nicht zulässig.
Der Tierschutzverein animal public lehnt das Ansinnen der Zoodirektoren entschieden ab. Aus Sicht von animal public gehört vielmehr die gesamte Zuchtpolitik der deutschen Zoos auf den Prüfstand. „Es muss hinterfragt werden mit welchem Ziel die Zoos überhaupt züchten und ob sie dieses erreichen“, so Laura Zimprich.

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Tierschützer über Magdeburger Elefantenimportpläne entsetzt

Donnerstag, 17. Februar 2011

Magdeburg / Düsseldorf, den 16.02.2011- Wie die „Volksstimme“ heute berichtet, plant der Magdeburger Zoodirektor Dr. Kai Perret den Import von wild gefangenen Babyelefanten. Elefantenwildfänge gelten nach Ansicht von Experten als Tierquälerei. Der Tierschutzverein animal public zeigte sich entsprechend empört über die Importbestrebungen des Magdeburger Zoo und fordert Politiker und Behörden auf dieses zu verhindern.

Elefanten sind hoch soziale und sehr intelligente Tiere. Neuste wissenschaftliche Forschungen belegen, dass die Tiere nicht nur um tote Angehörige trauern, sondern auch durch eine Trennung von ihrer Familie traumatisiert werden. Junge Elefanten aus ihrer Herde zu reißen, um sie in Zoos zur Schau zu stellen wird daher nicht nur von Tierschützern, sondern auch von anerkannten Elefantenexperten abgelehnt.
Die Absicht des Magdeburger Zoos wild gefangene Elefantenbabys aus Südafrika zu importieren stößt bei dem Tierschutzverein animal public daher auf große Empörung. Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins ist entsetzt: „Ein Import von Wildfängen ist Tierquälerei und durch Nichts zu rechtfertigen.“  Zimprich ärgert sich besonders, dass ausgerechnet der Magdeburger Zoo, der unlängst gesunde Tigerbabys tot spritzte, da sie nicht reinerbig waren, jetzt Jungtiere aus der freien Wildbahn reißen will.

Der Tierschutzverein animal public will den Import mit allen Mitteln verhindern. Bereits jetzt haben die Tierschützer Kontakte zu Politikern aufgenommen.

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