Archive for März 2010

Tierpark Kalletal: Alle Tiere vermittelt

Mittwoch, 31. März 2010

31.03.2010 – Am Montag haben die letzten Tiere, die Schimpansen Fritz und Frederike, den ehemaligen Tierpark Kalletal verlassen. Sie haben ein neues Zuhause in der bekannten Auffangstation AAP in Holland gefunden.

Fast ein Jahr hat die ungewisse Zukunft der Tiere im Tierpark Kalletal Tierschützer, Behörden und Öffentlichkeit beschäftigt. Lange stand der Tierpark zum Verkauf, ohne dass ein passender Käufer gefunden werden konnte. Als der Tierpark schließlich gegen Ende letzten Jahres verkauft wurde, stellte sich bald heraus, dass der neue Halter der Tiere nicht die Zuverlässigkeit besitzt, einen Tierpark zu führen. Die zuständige Veterinärbehörde erteilte ihm keine Erlaubnis. Als er daraufhin drohte die Tiere verhungern zu lassen schritt das Veterinäramt ein, kümmerte sich um Versorgung und Vermittlung.

In Absprache mit dem Veterinäramt startete animal public einen europaweiten Aufruf um geeignete Plätze für die Tiere zu finden. Viele Tierschützer aus der ganzen Welt haben sich gemeldet und Hilfe angeboten. Diesen möchten wir ganz herzlich danken! Innerhalb weniger Woche konnten alle Tiere vermittelt werden. Mit den Schimpansen Fritz und Frederike haben dann am Montag die letzten Tiere den ehemaligen Tierpark Kalletal verlassen.

Dank des Einsatzes von Frau Dr. Weber vom Tierpark Nordhorn, der Mitarbeiter von AAP und einiger Mitarbeiter der Feuerwehr, die sich extra freigenommen hatten um zu helfen, konnten Fritz und Frederike problemlos narkotisiert, untersucht und in Spezialboxen verladen werden. Derzeit befinden sie sich bei AAP in der Quarantänestation. Sobald alle nötigen Gesundheitsuntersuchungen abgeschlossen sind, wird man versuchen sie mit anderen Schimpansen zu vergesellschaften.

Bericht über die Auflösung des Tierparks Kalletal bei Spiegel Online

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Trauriger Trend: Immer mehr Exoten werden zu Tierschutzfällen

Freitag, 26. März 2010

23.03.2010 – Immer mehr exotische Haustiere werden zu Tierschutzfällen. Dies belegt jetzt wieder die Jahresstatistik der Reptilienauffangstation in München. Insgesamt wurden im Jahr 2009 1245 Tiere in der Reptilienauffangstation, München untergebracht. Dies war ein Zuwachs von 19% im Vergleich zum Vorjahr. Über 60% der Tiere wurden von Privatpersonen abgegen, rund 20% kamen aus Beschlagnahmen, 13% waren Fundtiere. Insgesamt mussten 170 Tiere in der Auffangstation euthanasiert werden oder sind kurz nach der Aufnahme verstorben. Auch das Jahr 2010 begann mit traurigen Rekordzahlen. Bereits bis zum 03.03.2010 mussten die ersten Tiere aus zwei Beschlagnahmen untergebracht werden, über 157 Individuen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 100%.

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Berliner Wappentier wird 730 Jahre alt

Montag, 22. März 2010

Tierschützer fordern: Schenkt „Schnute“ und „Maxi“ ein besseres Leben

19.03.2010 – Am Montag, dem 22. März 2010, wird der Berliner Bär 730 Jahre alt. Der Tierschutzverein animal public e.V. fordert den überalterten Bärenzwinger im Köllnischen Park endlich zu schließen und den beiden lebenden Wappentieren „Schnute“ und „Maxi“ ein besseres Leben in einer Auffangstation zu schenken.

Der erste Nachweis des Bären als Berliner Wappentier stammt vom 22. März des Jahres 1280 und findet sich auf einem Siegel eines Gildebriefes. Heute kennt jeder den Berliner Bären, eines der Wahrzeichen Berlins. Was viele Berliner aber nicht kennen, ist der Berliner Bärenzwinger im Köllnischen Park. Dieser wurde im August 1939 eingeweiht und nach dem Krieg wieder aufgebaut. Weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt fristen noch heute in der alten Zwingeranlage zwei Braunbären ein tristes Dasein; Mutter Schnute und Tochter Maxi. Sie trotten nun schon ihr ganzes Leben am Rand des mit riesigen Eisendornen gesäumten Grabens entlang. Ein paar Schritte hin, ein paar Schritte zurück. Alu-Bierfässer, Autoreifen und eine Art Planschbecken sollen als Abwechslung dienen. Das reicht nicht, kritisieren Tierschützer. Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins animal public e.V.: „Die Tiere können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben, nicht laufen, klettern, graben oder schwimmen. Diese Haltung ist nicht artgerecht.“

Dabei gibt es Alternativen. In den letzten Jahren wurden in Deutschland zahlreiche Bärenauffangstationen eröffnet. Sie bieten den Tieren weitläufige, natürliche Gehege. Dort können sie ihre arttypischen Bedürfnisse wieder entdecken und befriedigen.
Bereits mehrfach hat der renommierte Alternative Bärenpark Worbis angeboten bei der Umsiedlung von Schnute und Maxi behilflich zu sein. Die Tierschützer von animal public fordern vom politisch verantwortlichen Bezirksbürgermeiser Dr. Christian Hanke, dieses Angebot endlich anzunehmen und den beiden lebenden Berliner Wappentieren zum 730. Geburtstag eine bessere Zukunft zu schenken. Damit sind sie nicht allein. Bei Facebook gibt es eine Gruppe, die sich für die Befreiung von Schnute und Maxi einsetzt. Über 900 Menschen aus aller Welt sind bereits Mitglied.

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Giftschlangenalarm in Mülheim: Tierschützer fordern politische Konsequenzen

Freitag, 19. März 2010
19.03.2010 – Seit der Nacht auf Donnerstag sucht die Polizei in Mülheim fieberhaft nach einer hochgiftigen Monokelkobra. Bislang ohne Erfolg.  Schon lange warnen Tier- und Naturschützer vor den Folgen der zunehmenden Haltung von exotischen Wildtieren in Privathand. Der Tierschutzverein animal public e.V. fordert jetzt endlich Konsequenzen zu ziehen und die Haltung von gefährlichen Exoten bundesweit zu verbieten.
In der Nacht auf Donnerstag konnte in Mülheim eine Kobra, deren Biss tödlich ist, aus einem nicht ausreichend gesicherte Terrarium entweichen. Der erst 19. jährige Halter hatte das Tier am letzten Wochenende bei der „Terraristika“ in Hamm gekauft. Ordnungsamt und Feuerwehr suchen seit gestern nach dem Tier. Die Nachbarn haben wegen der Gefahrenlage ihre Wohnungen verlassen.
Für Laura Zimprich, Sprecherin des Vereins animal public e.V. ist dieser Fall einmal mehr Beleg dafür, dass die Haltung gefährlicher Tiere in Deutschland verboten werden muss. Die Tierschützerin war selbst mehrfach in Hamm und hat dort den unkontrollierten Handel mit hochgefährlichen Tieren beobachtet, Bundes- und Landesministerium informiert und zum Handeln aufgefordert. „Seit Jahren warnen wir vor einer Zunahme der Haltung von teilweise sehr gefährlichen Wildtieren. Die Hobbyhalter gefährden nicht nur sich, sondern auch Andere. Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier eingreift und die Haltung gefährlicher Tiere in Privathand bundesweit verbietet“, so Zimprich.

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Reptilien gewinnen zunehmend Bedeutung als Überträger schwerer Salmonelleninfektionen

Freitag, 05. März 2010

22.02.2010 – Wie die „Medical Tribune“ unter Berufung auf Professor Dr. Werner Handrick vom Institut für Medizinische Diagnostik in Frankfurt an der Oder berichtet, gewinnen im Haus gehaltene Reptilien zunehmend Bedeutung als Überträger schwerer Salmonelleninfektionen, vor allem bei Babys und Kleinkindern.
Etwa 50 bis 90 % aller Reptilien sind Salmonellenausscheider. Tiere aus Zoohandlungen sind mit knapp 89 % sogar noch häufiger betroffen als Wildtiere mit 59 %, warnt Professor Dr. Werner Handrick. Nachgewiesen wurden die Erreger u.a. bei Schildkröten, Leguanen, Salamandern, Eidechsen und Schlangen.
Durch direkten (oder indirekten) Kontakt mit diesen Tieren können Menschen sich eine Salmonelleninfektion einfangen. Man geht davon aus, dass 3–7 % aller menschlichen Salmonellosen von Reptilien übertragen wurden, so Prof. Handrick. Dabei reicht mitunter schon der Besuch einer Reptilienschau.
Betroffen sind vor allem Kleinkinder, Säuglinge und Neugeborene. Hier erfolgt die Übertragung am ehesten über die Hände der anderen Familienmitglieder.
Die meisten der ansonsten gesunden Kinder erkrankten mit einer Enteritis bzw. Enterokolitis, die z.T. so schwer verlief, dass sie stationär behandelt werden mussten. Ernste Komplikationen wie Blutvergiftung, Hirnhautentzündung, Milzabszess, Weichteilinfektionen, Osteomyelitis (Entzündung des Knochenmarks) und eitrige Gelenkentzündungen sind ebenfalls beschrieben. Auch tödliche Verläufe traten auf.
Die einzig wirksame Vorbeugung ist die Verhinderung von Kontakten zu Reptilien. Haushalte mit kleinen Kindern sollten also möglichst reptilienfrei sein. Eine antibiotische Therapie der Salmonellen-ausscheidenden Schlangen, Kröten und Echsen wird derzeit nicht empfohlen, da das Risiko einer Resistenzentwicklung zu groß wäre.

 

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Massensterben in türkischem Delfinarium

Freitag, 05. März 2010

24.02.2010 –  In einem Delfinarium im südtürkischen Urlaubsort Alanya sind innerhalb weniger Tage vier Delfine gestorben. Eine Autopsie durch die Behörden sowie Untersuchungen des Futters und der Wasserqualität in der Anlage sollen Klarheit über die Todesursache bringen, berichten  türkische Medien. Die aus Japan importierten vier Delfine gehörten zu den insgesamt elf Tieren der Anlage „Sealanya“. In der Türkei gibt es elf Delfinarien mit mehr als 30 Tieren. Verbindliche Mindeststandards für die Haltung und die Wasserqualität gibt es nicht.

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NRW: Über 11.000 Katzen von Jägern erschossen!

Freitag, 05. März 2010

03.03.2010 – Allein in NRW wurden in der Jagdsaison 2008/2009 mindestens 11.385 Katzen und 128 Hunde erschossen. Das sind die von der Jägerschaft offiziell genannten Zahlen, so geht es aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Gemäß Bundes- und Landesjagdgesetz dürfen Hunde und Katzen von Jägern abgeschossen werden. § 25 des Landesjagdgesetzes (LJagdG NW) besagt: „Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 m vom nächsten Haus angetroffen werden.“

 

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Reptilienschmuggel: Deutscher in Neuseeland im Gefängnis

Freitag, 05. März 2010

02.03.2010 – Wegen des versuchten Schmuggels von vom Aussterben bedrohter Reptilien muss ein Deutscher in Neuseeland knapp vier Monate lang ins Gefängnis. Der arbeitslose Mann hatte gestanden, dass er 16 seltene Schmuckgrüngeckos im Wert von umgerechnet 97.000 Euro ins Ausland bringen wollte. Der Mann war vor drei Wochen zusammen mit zwei Komplizen in der neuseeländischen Hafenstadt Christchurch festgenommen worden. Im Januar war in Neuseeland bereits ein anderer Deutscher wegen des Handels mit gefährdeten Reptilien verurteilt worden.

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Internationaler Tag des Artenschutzes: Heimtierhandel gefährdet Tierarten

Freitag, 05. März 2010

Berlin/ München, 02.03.2010. In den vergangenen Jahren sind weltweit 869 Wildtierarten ausgestorben. Weitere 44.838 Tierarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der IUCN (International Union for Conservation of Nature). Nicht nur Umweltverschmutzung und Lebensraumzerstörungen tragen zum weltweiten Artensterben bei, sondern auch der internationale Wildtierhandel. Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 03.03.2010 fordern die Tierschutzorganisationen aktion tier und animal public daher den Verzicht auf die Haltung von Wildtieren.

80 Millionen Zierfische, 900 000 Papageien und Sittiche, 300 000 Schlangen, unzählige Warane, Chamäleons, Geckos und Schildkröten fristen ihr Dasein in deutschen Haushalten. Viele der Tiere sind immer noch Wildfänge aus freier Natur.

„Mellers Chamäleons aus Tansania, Vierzehenschildkröten aus Usbekistan oder Buntfrösche aus Indonesien, der Wunsch nach Exotik im heimischen Wohnzimmer bringt immer neue Tierarten an den Rand der Ausrottung“, kritisiert Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftsstelle München. Unter Schutz gestellt werden Tierarten erst, wenn es schon fast zu spät ist.

Die Tierschutzorganisationen aktion tier und animal public fordern daher anlässlich des Internationalen Tag des Artenschutzes alle Verbraucher auf den Kauf eines Wildtieres zu verzichten. „Artenschutz fängt nicht in der Ferne, sondern hier beim Endverbraucher an“, so Laura Zimprich vom Verein animal public e.V.

Der Verzicht auf die Haltung eines Wildtieres ist nicht nur ein Beitrag für den Artenschutz, sondern auch für den Tierschutz, erklären die Vereine aktion tier und animal public, denn kein Aquarium kann die Weiten eines Meeres ersetzen, kein Terrarium den tropischen Regenwald und kein Käfig kann einem Papagei ausreichend Platz zum Fliegen bieten.

 

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