Archive for Juli 2009

Flipper Trainers Ric O`Barry kritisiert Delfinarien

Freitag, 03. Juli 2009

Ric O`Barry in "Die Bucht"

Der Delfintrainer Ric O`Barry war es, der in den 60er Jahren Flipper zum Fernsehstar machte. Er trainierte die insgesamt fünf Delfine die  in der Serie Flipper darstellten. Als eines Tages das Delfinweibchen Kathy in seinen Armen einfach aufhörte zu atmen und starb, änderte er sein Leben und wurde zum entschiedenen Gegner der Gefangenhaltung von Delfinen. Er gründete „Dolphin Project“ und konnte inzwischen 14 Delfine aus der Gefangenschaftshaltung befreien und wieder auswildern. Mit seinem Film „Die Bucht“ gewann er einen Oscar.

Zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft sandte er animal public das folgende Statement:

„Es gibt auf der ganzen Welt verteilt hunderte von Delfinen in Gefangenschaft. Man findet sie in Zoos, Shows am Straßenrand, Vergnügungsparks, Delfinarien, wandernden Wasserzirkussen, Einkaufszentren und sogar in einer Diskothek und einem Spielkasino.
So lange es zahlende Zuschauer gibt, die die Profite sichern, die mit der Gefangenschaft von Delfinen erzielt werden können, werden immer noch mehr aus der Wildnis gefangen und Nachzuchtprogramme in Gefangenschaft werden intensiviert.
Manche Delfine wurden in Gefangenschaft geboren. Sie wurden für ihr ganzes Leben in die gleichen öden Wände des Betonbassins eingesperrt. Sie denken, dass das Dach der Himmel sei und konnten nie die grundlegendsten Naturelemente erfahren, wie der natürliche Rhythmus des Meeres, die Meeresströmungen, den Sonnenschein und den Regen.
Sie werden nie so lange geradeaus schwimmen können, wie sie gerne würden. Genauso wenig werden sie jemals ihre Geschwindigkeit, ihre Intelligenz, ihr Sonar und ihre erstaunlichen Fähigkeiten zur Futtersuche nutzen. Sie wurden zu unserem Vergnügen in eine sterile und unnatürliche Umwelt geboren und sind resozialisierungsunfähig. Sie „Botschafter“ für ihre wilden Artgenossen zu nennen, ist einfach ein offensichtlich verzweifelter Versuch, die kommerzielle Ausnutzung dieser Tiere zu rechtfertigen.
Delfine haben sich über mehr als 50 Millionen Jahre entwickelt und haben sich perfekt an das Leben im Ozean angepasst. Sie sind sich frei bewegende, soziale, intelligente und akustische Wildtiere – deutliche Beweise für Selbstbewusstsein und ein hoch entwickeltes Gefühlsvermögen. Gefangenschaft trennt sie nachhaltig von den drei wichtigsten Aspekten ihres Lebens: Ihren Herdenmitgliedern, ihrer akustischen Welt und der Möglichkeit, frei zu schwimmen. Einsperren von Delfinen soll einen edukativen Wert haben, aber es ist eine schlechte Form der Erziehung, Millionen von Menschen beizubringen, dass es erlaubt ist, die Natur auszubeuten.
Unserer Meinung nach können weder Vergnügen, so genannte Bildung, Forschung oder Therapien mit Hilfe von Delfinen die Gefangennahme, das Einsperren, das Training oder die Erhaltungszucht in Gefangenschaft von Delfinen rechtfertigen.“

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