Archive for Februar 2009

Tausende Tiere sterben für Kinderzeitschrift „Mini-Biester“

Freitag, 27. Februar 2009

03.03.2009 – Echte Spinnen, Skorpione und Käfer in Kunstharz gegossen, mit dieser Beilage wirbt die Kinderzeitschrift „Mini-Biester“. Laut Eigenwerbung will die Zeitschrift Kindern „das geheime Leben der Insekten“ näher bringen. Für jede Ausgabe sterben Zehntausende Tiere. Auf der Homepage der Zeitschrift heißt es, die Tiere seien alle speziell auf Farmen für die Zeitschrift gezüchtet worden. Wie die Tiere getötet wurden steht dort jedoch nicht. Die Tierschutzvereine „animal public e.V.“ und „aktion tier e.V.“ fordern von dem Verlag den Vertrieb echter Tiere sofort einzustellen und auf Imitationen aus Kunststoff zurückzugreifen.

Pressemitteilung vom 03.03.2009

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A Far Cry from Nature

Donnerstag, 12. Februar 2009

Die englische Tierschutzorganisation „APA“ (Animal Protection Agency) hat auf der wohl weltweit größten Exotenbörse, der „Terraristika“ in Hamm (Deutschland), recherchiert. Der Film „A Far Cry from Nature“ dokumentiert die Umstände, die die Tierschützer in Hamm vorgefunden haben: nicht artgerechte Behältnisse, gestresste Tiere, rücksichtsloser Umgang, die Gefahr der Übertragung von Krankheiten zwischen Tierarten und auf den Menschen.

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Elefantenhaltung im „Circus Krone“

Dienstag, 10. Februar 2009

Gleich zweimal beschäftigt der Umgang des „Circus Krone“ mit seinen Tieren im Frühjahr 2009 deutsche Gerichte. In Darmstadt und in Hagen hatten die Amtsveterinäre während Gastspielen des Unternehmens die Tierhaltung des Zirkus und den Handstand eines Elefanten bemängelt. Heute verurteilte das Amtsgericht Darmstadt den Traditionszirkus wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einem Bußgeld. Das Gericht sah es u.a. als erwiesen an, dass die Elefanten nicht genügend beschäftigt wurden.

Bereits 2000 beklagte die „European Elephant Group“ das Fehlen des vorgeschriebenen Aussenpaddocks für die Elefanten des „Circus Krone“ bei einem Gastspiel des Unternehmens im April 2000 auf der Münchener Theresienwiese. Noch dramatischer ist allerdings, was die Mitglieder der EEG nach dem Manegenauftritt der Elefanten beobachteten:

„Direkt nach dem Manegenauftritt musste sich eine Afrikanische Elefantenkuh noch im Sattelgang ablegen und erhielt durch Frau Z. eine erste kurze Bestrafung mit dem Elefantenhaken. Offensichtlich hatte der Elefant in der Manege nicht so gespurt wie sich die Trainerin das vorstellte. Auf dem Rückweg zum Stallzelt wurde das gleiche Tier von Frau Z. mehrmals mit dem Haken „behandelt“. Die Mitglieder der EEG begleiteten dann den Rückzug der Elefanten zum Stallzelt und wollten die Tiere dort noch eine Weile betrachten. Was dann geschah ist in der EEG Dokumentation „Elefanten im Circus“* nachzulesen: „Unmittelbar nachdem die Elefanten im Stallzelt verschwunden waren, erschien ein Circusmitarbeiter und erklärte den verdutzten Besuchern, dass jetzt ein Betreten des Stallzeltes unmöglich wäre, da ein „Training“ anstünde. Das Zelt wurde hermetisch abgeschlossen, wobei kein Spalt offen blieb, um einen Blick hineinzuwerfen (ebenso der rückwärtige Zeltzugang). Bis dahin waren die Besucher Augenzeugen des Geschehens – jetzt wurden sie zu „Ohrenzeugen“. Einige Minuten später drang der Furchtschrei einer Elefantenkuh durch die Zeltleinwand und es begann ein monotones, länger andauerndes, rhythmisches Klatschen. Das „Training“ hatte begonnen – die hörbaren Schläge wurden zu Beginn mehrmals von schrillen Schreien eines Elefanten begleitet.“

Im August 2000 wurden Mitglieder der EEG erneut Augenzeugen des „Elefantentrainings“ im Zirkus Krone: „Einer der bei Krone angestellten, bulgarischen Elefantenpfleger zwang eine angekettete Asiatische Elefantenkuh mit brutalem Einsatz seines scharfen Elefantenhakens zum unnatürlichen Ablegen und Aufstehen. Die Elefantenkuh musste innerhalb von 5-10 Minuten die unsinnige Übung 4-5mal durchführen. Jede verzögerte Bewegung der völlig verunsicherten Elefantekuh wurde mit schmerzlichem Hakeneinsatz – an Nacken, Rücken und Vorderbein – von dem Pfleger beschleunigt.“

* Elefanten-Schutz Europa e.V. [Hrsg.]: „Dokumentation 2000. Elefanten im Circus. Ein Leben in Ketten“, Grünwald 2001

 

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Tierschutzpolitisches Fachgespräch Amtstierärzte

Freitag, 06. Februar 2009

Am 16.01.2008 fand im Bundestag auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen ein tierschutzpolitisches Fachgespräch zum Thema Amtstierärzte statt. Trotz Tierschutzgesetz und Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz beklagen die Mitarbeiter von animal public, wie auch viele andere Tierschützer, dass Tierleid oft nicht beendet sondern mit Wissen der zuständigen Behörde über Jahre geduldet wird. Dies war Thema des Fachgesprächs, zu dem Vertreter von Tierschutzvereinen und Amtstierärzte geladen waren.  Laura Zimprich hat als Sprecherin des Vereins animal public die Problematik im Bereich der Zirkus- und Zootierhaltung erläutert.

Mehr Informationen zu dem Fachgespräch:

www.undine-kurth.de
www.gruene-bundestag.de

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