Archive for August 2005

Rani und Kenia

Donnerstag, 25. August 2005

Jahrelang hat Karl Heinz Köllner, Direktor des Zirkus „Harlekin“, gutes Geld mit seinen Elefanten Rani und Kenia verdient. Die Tiere, beide wegen schlechter Haltung und Pflege kleinwüchsig, traten nicht nur im Zirkus auf, sondern wurden auch für verschiedene Anlässe, wie dem Wahlkampf der PDS vermietet. Doch als die kranke Elefantenkuh Rani Hilfe brauchte, ließ der Zirkusdirektor sie leiden.
Alles fing an, als Rani sich im Juni 2002 unter ungeklärten Umständen ein Bein brach. Die Aussage von Herrn Köllner, der Elefant sei gestürzt, bewerten Elefantenkenner als unglaubwürdig. Sie können sich nicht vorstellen, dass das Bein ohne Einwirkung von Gewalt gebrochen ist. Die verletzte Elefantenkuh wurde in eine Pferdeklinik in Berlin gebracht. Dort wurde sie in einem Gerüst „aufgehangen“, um den gebrochenen Fuß zu schonen. Die Ärzte räumten ihr eine gute Genesungschance ein. Während Tierfreunde aus ganz Deutschland für die Behandlung des Tieres spendeten, zog der Zirkus Harlekin als Wahlkampfattraktion der PDS weiterhin mit der zweiten Elefantin Kenia durchs Land. Nach und nach erholte sich Rani von ihrer schweren Verletzung. Ihr gebrochenes Bein blieb jedoch um einige Zentimeter kürzer. Trotzdem holte Karl Heinz Köllner das gehandicapte Tier, das einer besonderen Pflege bedurfte, zurück in den Zirkus. Doch Ranis Gesundheitszustand verschlechterte sich. Im Winterlager des Zirkus, einer alten Schweinemästerei in Göritz musste das Tier mit einem Seil an der Decke festgebunden werden, da es aus eigener Kraft nicht mehr auf den Beinen stehen konnte. Rani schwebte in Lebensgefahr.

Die Exotenauffangstation Safaripark Gänserndorf bot an Rani und Kenia  kostenlos zu übernehmen und gesund zu pflegen. Doch Karl Heinz Köllner wollte die Tiere nicht retten, sondern verkaufen. animal public forderte den zuständigen Veterinär, Herrn Dr. Knobloch, auf beide Tiere zu beschlagnahmen und in die Station zu bringen, um das Leben von Rani zu retten, doch dieser rührte sich nicht. Daraufhin verlangte Karl Heinz Köllner, der es ablehnte Rani zu helfen und sie gemeinsam mit Kenia an die Auffangstation zu geben, die Tötung der Elefantenkuh. animal public, die Auffangstation Gänserndorf und andere Tierschutzvereine versuchten verzweifelt das Leben von Rani zu retten. Doch der Amtsveterinär weigerte sich zu handeln. Er ordnete noch nicht einmal die medizinische Versorgung von Rani an. Der Gesundheitszustand der Elefantin verschlechterte sich rapide. Als ein extra angereistes Expertenteam kam, um zu entscheiden wie man der Elefantin helfen könnte, war Herr Köllner nicht anwesend. Die Elefantenspezialisten waren über Ranis Zustand zutiefst entsetzt.  Doch der Amtsveterinär unterließ es erneut Rani zu helfen. Er lehnte es ab, ohne das schriftliche Einverständnis von Herrn Köllner zu handeln. So dauerte es noch zwei Tage, bis die Elefantin Rani, am Montag den 13.01.03 von ihrem Leiden erlöst wurde.

Als das Veterinäramt endlich handeln wollte und die überlebende Elefantenkuh Kenia „unter seinen Schutz stellte“, floh Karl Heinz Köllner mit der Elefantin. Die Polizei fahndete bundesweit. Trotzdem wurden der Direktor und der Elefant erst nach einer Woche im Winterlager des Zirkus „Renz-Berlin“ aufgefunden. Statt Kenia zu beschlagnahmen, ließ man sie im Winterlager des Zirkus „Renz-Berlin“, mit der Begründung, dort sei sie in der Gesellschaft von Artgenossen. Ein Fehler, denn kurze Zeit später holte Köllner die Elefantin wieder zurück in die alte Schweinemastanlage. Jetzt hält er sie allein, ohne Kontakt zu Artgenossen, das wohl Schlimmste, was man einer Elefantenkuh antun kann. animal public hat Anzeige gegen Karl Heinz Köllner und Dr. Knobloch wegen Tierquälerei und Beihilfe zur Tierquälerei erstattet.

Update:

Ranis ehemaliger Halter muss sich vor Gericht verantworten
Skandalgutachten sieht keine Schuld beim Halter – Ranis ehemaliger Halter freigesprochen

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Europäisches Netzwerk für Wildtiere gegründet

Freitag, 19. August 2005

Auf Einladung der englischen Organisation Born Free trafen sich Anfang Juni über 40 Tierschützer aus 17 europäischen Ländern in West Sussex. Beraten wurde über die Problematik der Wildtierhaltung in Gefangenschaft. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen europäischen Ländern gibt es große Tierschutzprobleme im Bereich der Zoo-, Zirkus- und privaten Wildtierhaltung. Um diesen Problemen gemeinsam zu begegnen wurde bei der Konferenz in West Sussex die Gründung eines internationalen Netzwerkes beschlossen. Informationen sollen gebündelt werden, um so vor Ort, aber auch auf politischer Ebene effektiver arbeiten zu können. animal public e.V. und der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. waren als deutsche Vertreter vor Ort und unterstützen das Netzwerk als Gründungsmitglieder.

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Kuoni unterstütz animal public

Montag, 15. August 2005

Sich einmal fühlen wie Michael Schumacher und dabei was Gutes tun. Das
konnten am verkaufsoffenen Sonntag in Konstanz die Passanten beim
Reisebüro Kuoni. Das Reisebüro hatte einen Formel Eins Wagen-Simulator
aufgebaut. Gegen eine kleine Spende konnte Interessierte erleben, wie
es sich anfühlt mit über 200 km/h über eine Formel Eins Rennstrecke zu
rasen. Den Erlös des Tages, ganze 150,00 Euro, spendete Kuoni an animal
public e.V..

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