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13.07.2010 - Wie heute bekannt wurde, werden die beiden Berliner Stadtbären Schnute und Maxi noch in diesem Jahr aus dem Berliner Bärenzwinger befreit und in eine Auffangstation umgesiedelt. Der Tierschutzverein animal public e.V., der über Jahre für die Umsiedlung der Tiere gekämpft hat, begrüßt den Umzug.
Der Bärenzwinger im Köllnischen Park wurde im August 1939 eingeweiht und nach dem Krieg wieder aufgebaut. Weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt, fristen bis heute in der alten Zwingeranlage zwei Braunbären ein tristes Dasein; Mutter Schnute und Tochter Maxi.
Der Tierschutzverein animal public hat in den letzten Jahren immer wieder die Schließung des Zwingers gefordert, und mit einer Flugblattaktion und einer eigens für Schnute und Maxi eingerichteten Facebookseite (http://www.facebook.com/group.php?gid=257992628603&ref=nf) für die Umsiedlung der Tiere mobil gemacht.
Auch Angebote von Auffangstationen sich um die Vermittlung der Tiere zu kümmern, wurden immer wieder unterbreitet. Doch bislang gab es kein Einlenken der politisch Verantwortlichen. Das hat sich nun geändert, wie in der Presse heute unter Berufung auf den Berliner Tierschutzbeauftragten Dr. Klaus Lüdcke zu lesen ist. Noch in diesem Jahr sollen die Bären in die Auffangstation „Bärenwald Müritz“ gebracht werden.
Laura Zimprich, Sprecherin von animal public e.V.: „Wir sind glücklich, dass das triste Dasein von Schnute und Maxi in dem veralteten Zwinger bald ein Ende hat. Nun können sie ihren Lebensabend in einer artgerechten Umgebung genießen.“
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Am 17.06.2010 wurden der Magdeburger Zoodirektor Kai Perret sowie Zootierarzt Pierre G., Zoooberinspektor Ortwin K. und Zoobereichsleiter René B. wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu Geldstrafen - ausgesetzt zur Bewährung - verurteilt.
Im Mai 2008 hatten die vier Angeklagten drei Tigerbabys kurz nach der Geburt getötet. Zuvor war durch einen Gentest bekannt geworden, dass der Vater, der Tiger Taskan, kein reinrassiger Sibirischer Tiger ist, sondern unter seinen Vorfahren auch ein Sumatra-Tiger war. Der Zoo begründete die Tötung damit, dass die Tiere für die Erhaltungszucht wertlos gewesen seien und damit Platz blockiert hätten, der für reinerbige Tiere gebraucht werde. animal public erstattete damals Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dieses verbietet ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten und dieser war aus Sicht von animal public nicht gegeben.
Nach anfänglichen Ermittlungen wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Eine Beschwerde von animal public bei der Generalstaatsanwaltschaft führte zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens und schließlich zur Anklageerhebung.
Jetzt befand das Gericht die Tötung der Tiere als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und verurteilte die Angeklagten. Sollten sie sich innerhalb der Bewährungsfrist von zwei Jahren wieder etwas zu Schulden kommen lassen, müssen sie Geldstrafen von 8100 Euro (Perret), 4500 Euro (Tierarzt) sowie je 3600 Euro (Inspektor und Bereichsleiter) zahlen. Zusätzlich wurden die Angeklagten zu Zahlungen an gemeinnützige Einrichtungen in Höhe von 300 bis 600 Euro verurteilt.
animal public begrüßt das Urteil als wegweisend. Seit Jahren agieren deutsche Zoos unter dem Deckmantel des Artenschutzes wie es ihnen beliebt. Sie züchten bewußt Mischlinge, verkaufen die Nachzuchten an dubiose Tierhändler oder propagieren öffentliche die Tötung überzähliger Tiere. Ob die Zoos überhaupt einen Beitrag zum Artenschutz leisten, wird kaum hinterfragt. Warum züchtet der Magdeburger Zoo Tiger, wenn es keine Auswilderungsprojekte gibt? Welchen Beitrag zur Arterhaltung leistet der Zoo Magdeburg, wenn seine Orang-Utan-Zucht wegen haltungsbedingter Probleme mit zwei toten und einem sterbenskranken Tier endet? Warum verkauft der Zoo Magdeburg 24 Humboldt-Pinguine aus seinem "Arterhaltungszuchtprogramm" an einen höchst umstrittenen Tierhändler?
In Magdeburg wurde jetzt erstmals das Handeln eines deutschen Zoodirektors kritisch hinterfragt und als gesetzwidrig verurteilt.. Die Tötung der Tiger war tierschutzwidrig und kein Beitrag zum Artenschutz, so das Gericht. Perplex und ohne jegliches Schuldgefühl reagiert der verurteilte Zoodirektor Perret auf den Richterspruch. Einen rabenschwarzen Tag für die Zoolandschaft nannte er das Urteil.
Auch wenn das Strafmaß gering erscheinen mag, ist das Urteil von weitreichender Bedeutung. Schiebt es doch der Tötung von Tieren in deutschen Zoos einen Riegel vor und zwingt die Zoo so ihr Zuchtmanagement zu überdenken.
Zahlreiche Medien haben über den Fall berichtet. Einige Medienberichte finden Sie hier:
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/7419686.html http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-gegen-magdeburger-zoodirektor-nicht-reinrassige-tigerbabys-eingeschlaefert-1.961144 http://www.mdr.de/brisant/7419686.html
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Eingesperrt in kleine Käfigwagen oder wie Sträflinge festgekettet, ihrer Freiheit und Würde beraubt, so fristen Hunderte Wildtiere ein elendes Dasein in deutschen Zirkusbetrieben. Alle paar Tage werden sie an einen neuen Ort gekarrt, um die immer gleichen Kunststücke zu zeigen. Vor mittlerweile sieben Jahren hat der Bundesrat beschlossen, dass die Haltung von Wildtieren insbesondere Elefanten, Affen und Bären in reisenden Zirkusbetrieben grundsätzlich verboten werden soll. Umgesetzt wurde dieser Beschluss von der Bundesregierung nicht.
In anderen Ländern, wie Österreich, Finnland, Dänemark, Schweden ist die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusbetrieben bereits teilweise oder sogar ganz verboten.
Nun hat Bundesministerin Aigner angekündigt die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben und ähnlichen Einrichtungen“ überarbeiten zu wollen. Von dem bereits beschlossenen Verbot ist keine Rede. Was soll eine Reform bringen? Ein paar Quadratmeter mehr, eine längere Eisenkette? Nicht mit uns!
animal public fordert eine verbindlich Rechtsverordnung, die den Zirkusbetrieben die Haltung von Wildtieren verbietet. Bitte unterstützen Sie diese Forderung!
Schicken Sie eine Protestpostkarte an die zuständige Ministerin Ilse Aigner. Postkarten können Sie ganz einfach per Mail bestellen: info@animal-public.de
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21.05.2010 - Wie jetzt bekannt wurde gibt es Pläne zahlreiche Wildtiere aus dem Hwange National Park in Simbabwe zu fangen und nach Nordkorea zu bringen. Darunter zwei junge Elefanten, beide nur 18 Monate alt. Dabei werden Babyelefanten normalerweise bis zum vierten Lebensjahr von ihrer Mutter gesäugt. Die Trennung von ihren Müttern kann für die kleinen Elefanten ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Zweifelsohne werden die Beiden ein Leben lang psychisch unter der gewaltsamen Trennung von ihren Müttern und ihrer Herde leiden.
Aber auch andere Tiere werden leiden müssen. Es ist geplant von jeder Säugetierart die in Hwange lebt zwei Individuen nach Nordkorea zu schicken. Das würde bedeuten, dass auch Nashörner, Löwen, Leoparden und Geparden gefangene werden.
Unter welchen Bedingungen die Tiere in Nordkorea gehalten werden sollen ist nicht bekannt. Egal wie die Käfige oder Gehege aussehen, sie werden niemals geeignet sein den Tieren ihre verlorene Freiheit zu ersetzen.
Gemeinsam mit anderen Tierschützern und Wissenschaftlern aus aller Welt hat animal public sich in einem Offenen Brief an den Direktor des National Parks gewandt und ihn gebeten die grausame Fangaktion zu stoppen. Der Fang dieser Tiere dient weder dem Artenschutz, noch der Bildung. Er wird aber dazu führen, dass zahlreiche Wildtiere ein Leben lang leiden.
Offener Brief (pdf)
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06.05.2010 - Die intensive Lobbyarbeit des Tierschutznetzwerks ENDCAP, zu dessen Gründungsmitgliedern animal public zählt, war erfolgreich. Im Rahmen der Kampagne „Europes Forgotten Animals“ haben animal public und die anderen ENDCAP Mitgliedsverbände sich in den letzten Jahren dafür eingesetzt, dass der Schutz von Wildtieren in Gefangenschaft in der europäischen Politik mehr Beachtung findet.
Gestern, am 05.05.2010, stimmte das Europäische Parlament über den Tierschutz Aktionsplan ab (Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. Mai 2010 über die Bewertung und Beurteilung des Aktionsplans für Tierschutz 2006-2010 (2009/2202(INI)).
Ausdrücklich Erwähnung haben diesmal endlich auch die Wildtiere gefunden, die in Zoos und Zirkussen gefangen gehalten werden. So stimmte das Europäische Parlament dafür, dass dem Wohlergehens aller Tiere – „zur Nahrungsmittelerzeugung genutzte Tiere, Heimtiere, Zirkustiere, Zootiere und auch streunende Tiere“ als fühlende Wesen in vollem Umfang Rechnung zu tragen ist.
Auch die Kritik von animal public und der anderen ENDCAP Mitgliedsverbände an den Haltungsbedingungen in zoologischen Gärten ist aufgegriffen worden. So heißt es in der Entschließung: „[Das Europäische Parlament] erklärt sich besorgt darüber, dass es an einer strengen Überwachung der Einhaltung der Richtlinie 1999/22/EG des Rates im Zusammenhang mit der Haltung von Wildtieren in zoologischen Gärten mangelt [...]“
Für animal public und die anderen ENDCAP Mitgliedsverbände ist dies ein erster großer Erfolg auf europäischer Ebene. Gemeinsam werden wir weiter für den Schutz und die Rechte von Wildtieren in Gefangenschaft eintreten.
Mehr Informationen über ENDCAP finden Sie auf der Homepage: http://www.endcaptivity.org/
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05.05.2010 – Tausende Wildtiere leiden in Deutschland unter untragbaren Haltungsbedingungen in Zoos und Zirkussen. Ein Grund dafür sind die unzureichenden Haltungsanforderungen des Säugetiergutachtens und der Zirkusleitlinien. Nach jahrelangen Protesten von Tierschützern hat die Bundesregierung nun angekündigt beide überarbeiten zu wollen und die Verbände um Stellungnahmen gebeten. Auch wenn die Überarbeitung dieser Haltungsvorgaben auf lange Sicht für viele Tiere eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bedeuten kann, sieht animal public das Vorhaben der Bundesregierung mit Besorgnis. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusbetrieben ist nicht möglich. Ein Verbot der Haltung ist daher unumgänglich. Ein paar Quadratmeter mehr, ein zusätzlicher Kletterbaum und eine längere Eisenkette genügen nicht. Wir fordern daher ein rechtsverbindliches Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen. Damit ist animal public nicht allein. Diese Forderung ist auch Bestandteil eines gemeinsamen Positionspapiers verschiedener Tier und Naturschutzverbände, die an das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gesandt wurde.
Gemeinsames Positionspapier der Tier- und Naturschutzverbände zur Überarbeitung des Säugetiergutachtens und der Zirkusleitlinien (pdf)
Stellungnahme von animal public zur Überarbeitung des Säugetiergutachtens und der Zirkusleitlinien (pdf)
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animal public ist ein gemeinnütziger Tier- und Artenschutzverein, der sich aktiv für die Rechte von Wildtieren einsetzt.
Wir brauchen Ihre Hilfe um helfen zu können. Unterstützen Sie die Arbeit von animal public mit einer Spende. Jede noch so kleine Spende hilft uns den Tieren zu helfen.
Spendenkonto:
animal public e.V.
Sozialbank Köln
BLZ 370 205 00
Kto 8240300
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